Bonifatiuswerk überreicht Willkommenstaschen an Flüchtlinge

Die Musikerin Kathy Kelly, Caritas-Direktorin Ulrike Kostka und Monsignore Georg Austen überreichen die ersten Willkommenstaschen in der Herz-Jesu-Gemeinde.
  • Die Musikerin Kathy Kelly, Caritas-Direktorin Ulrike Kostka und Monsignore Georg Austen überreichen die ersten Willkommenstaschen in der Herz-Jesu-Gemeinde.
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Berlin. Das Bonifatiuswerk, das Spendenhilfswerk der deutschen Katholiken, wird sich noch stärker als bisher für Flüchtlinge und Migranten engagieren. Als Zeichen dieses Engagements wurde jetzt eine Willkommenstasche entwickelt.

Diese Tasche stellte der Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Monsignore Georg Austen, mit Caritas-Direktorin Professor Ulrike Kostka und der Musikerin Kathy Kelly in der Herz-Jesu-Kirche an der Fehrbelliner Straße vor. So wie in dieser Gemeinde können berlinweit alle katholischen Gemeinden zunehmend Menschen anderer Nationen in ihren Reihen begrüßen. In vielen Gemeinden sind inzwischen 20 Prozent und mehr Mitglieder nichtdeutscher Herkunft, berichtet Georg Austen.

Auch unter den Flüchtlingen, die täglich in Berlin ankommen, sind zahlreiche Katholiken. Aus Syrien fliehen zum Beispiel viele Menschen christlichen Glaubens, weil sie dort um ihr Leben fürchten. Für viele sei Berlin ein Sehnsuchtsort, sagt Ulrike Kostka. Sie hoffen auf Sicherheit in dieser weltoffenen Stadt. Das führt dazu, dass sich Berlin derzeit in einer ganz besonderen Situation befindet. „Auf so viele Flüchtlinge waren die Behörden nicht vorbereitet“, schätzt die Caritas-Direktorin ein. Das führte unter anderem zu der Notstandssituation vor dem LAGeSo, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales. Viele Menschen halfen in den vergangenen Wochen den Flüchtlingen vor Ort. „Da haben Berliner gezeigt, wie ein Willkommen aussehen kann“, resümiert Ulrike Kostka.

Trotz der bisherigen großen Hilfsbereitschaft brauche es noch weiterer Freiwilliger, die den Flüchtlingen das Ankommen in Berlin erleichtern, so die Caritas-Direktorin. Wichtig ist vor allem auch Koordination, damit effektiv geholfen werden kann. Ganz konkret hilft die Caritas Flüchtlingen, indem sie eine Notunterkunft im alten Bettenhaus des St. Hedwigs-Krankenhauses einrichtete. Auch dort sind Ehrenamtliche im Einsatz.

„Weil wir diese freiwillige Arbeit so wichtig finden, unterstützen wir sie auch finanziell“, erklärt Georg Austen. „Darüber hinaus möchten wir katholischen Gemeinden dabei helfen, mit einer Willkommenskultur Neuankömmlinge in der neuen Heimat zu begrüßen.“ Aus diesem Grund hat das Bonifatiuswerk die Willkommenstasche entwickelt.

Auf der Tasche steht in roter Schrift „Willkommen“ in unterschiedlichen Sprachen. In ihr befinden sich als Grundausstattung unter anderem ein Willkommensbrief, ein Willkommens-Büchlein, das Neue Testament und Hinweise zur jeweiligen Gemeinde. Ergänzt werden kann die Tasche in den jeweiligen Gemeinden noch durch weitere praktische Hinweise, Ratgeber, Übersichten mit Ansprechpartnern und anderem mehr. BW

Weitere Informationen auf www.bonifatiuswerk.de/willkommen.
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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