Noch lange kein Anschluss in Sicht
Bis 2030 sollen die letzten vier Siedlungen im Bezirk am Berliner Abwassernetz sein

Die Berliner Wasserbetriebe wollen alle Siedlungsgebiete des Bezirks an das Abwassernetz anschließen. Aber bis dahin wird wohl noch ein Jahrzehnt ins Land gehen.

Das machte der Sprecher der Wasserbetriebe, Stephan Natz, im BVV-Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen deutlich. Betroffen sind die Siedlungen Karow Nord, Karow Süd, Schönholz und Buchholz Nord.

Auf den Grundstücken befinden sich immer noch Sammelgruben für das Abwasser. Diese müssen regelmäßig durch beauftragte Unternehmen entleert werden. Nicht nur, dass diese Entsorgung um ein Vielfaches teurer ist. Auch unter dem Umweltschutzaspekt ist die Abholung der Abwässer mit Lkw nicht mehr zeitgemäß für eine Großstadt.

Deshalb fordern die Verordneten in Beschlüssen immer wieder, dass sich das Bezirksamt bei den Berliner Wasserbetrieben dafür einsetzen soll, dass diese Siedlungsgebiete rasch an das Berliner Abwassernetz angeschlossen werden. Das möchten auch die Wasserbetriebe. Sie haben dafür ein Investitionsprogramm über 60 Millionen Euro aufgestellt. Allerdings kann es noch bis 2030 dauern, ehe diese verbaut worden sind, informiert Stephan Natz.

Bevor Leitungen verlegt werden können, sind noch wichtige Fragen zu klären. In unmittelbarer Nachbarschaft der Siedlungen befinden sich nämlich Wohnungsbaupotenzialflächen. Für diese sollen die Abwasseranschlüsse gleich mitgebaut werden. Doch dazu muss klar sein: Wie viele Wohnungen werden entstehen? Und wo verlaufen die Straßen, unter die die Leitungen verlegt werden können?

In Karow Süd und Karow Nord gibt es in den Siedlungsgebieten aktuell 1700 Bewohner, die angeschlossen werden sollen. Aber nach geplantem Wohnungsbau in unmittelbarer Nachbarschaft soll die Einwohnerzahl auf bis zu 9500 Menschen ansteigen. Außerdem müssen die Eigentumsverhältnisse und Wegerechte für die Grundstücke geklärt sein, unter denen die Abwasserleitungen verlegt werden sollen. Und das ist noch nicht überall der Fall. In Karow Süd befinden sich die Flächen, unter denen die Leitungen verlegt werden müssten, in Privateigentum. Deshalb muss hier erst das sogenannte Wegerecht geklärt sein. Von der Klärung dieser wichtigen Fragen hängt letztlich ab, wann die Wasserbetriebe in die Detailplanung gehen können.

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