Parken oder nicht parken – das ist hier die Frage
Knöllchen nach Hertha-Training beim VfB Einheit zu Pankow sorgen für Unmut

Hertha-Trainer Pál Dárdai (2. von links) und Mannschaftkapitän Vedad Ibisevic (3. von links) überreichten bei ihrem Besuch in Pankow einen Wimpel an den VfB-Vorsitzenden Dirk Weißbach (4. von links).
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  • Hertha-Trainer Pál Dárdai (2. von links) und Mannschaftkapitän Vedad Ibisevic (3. von links) überreichten bei ihrem Besuch in Pankow einen Wimpel an den VfB-Vorsitzenden Dirk Weißbach (4. von links).
  • Foto: VfB Einheit zu Pankow
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Darf man vor dem Paul-Zobel-Sportplatz bedenkenlos parken? Diese Frage stellen sich Fans des VfB Einheit zu Pankow, weil kürzlich Knöllchen hinter ihren Scheibenwischern steckten.

Das zurückliegende Jahr war für den VfB Einheit zu Pankow ein ganz besonderes. Er feierte seinen 125. Vereinsgeburtstag. Und in den zurückliegenden Monaten kamen deshalb auch weit mehr Besucher, als üblich auf den Sportplatz in der an der Hermann-Hesse-Straße 80. Auf diesem trainieren die Herrenmannschaften des Vereins und tragen auch ihre Heimspiele aus. Zum Ende des Jubiläumsjahres hab es dann noch einen besonderen Höhepunkt. Trainer Pál Dárdai kam mit dem Bundesliga-Team von Hertha BSC nach Pankow. Auf dem Paul-Zobel-Sportplatz wurde eine Trainingseinheit absolviert.

Die Freude darüber wurde jedoch für etliche Fußballspieler und -fans getrübt. Als sie in ihre Autos steigen wollten, fanden sie hinter den Scheibenwischern Knöllchen vom Ordnungsamt. „Dass das Ordnungsamt die Parksituation bei uns kontrolliert, kommt nur sehr selten vor, normalerweise nur, wenn Großveranstaltungen angekündigt sind“, sagt Dirk Weißbach, der Vorsitzende des VfB auf Anfrage. Und in diesem Falle hatte Hertha BSC aus Sicherheitsgründen nicht nur die Polizei, sondern auch das Ordnungsamt informiert. Viele Fans kamen mit dem Auto zum Hertha-Training nach Pankow. Unmittelbar am Sportplatz befindet sich ein schätzungsweise zehn Meter breiter und circa 50 Meter langer unbefestigter Sandstreifen zwischen Zaun und Fahrbahn. Dort standen die Autos dicht an dicht. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite, am Friedhof standen viele Autos. Und Mitarbeiter des Ordnungsamtes schrieben fleißig Knöllchen. Dirk Weißbach hat da so seine Zweifel, „ob man bei solche einer besonderen Veranstaltung so gegen eventuell falsch parkende Besucher vorgehen muss“.

Auf Anfrage sagt der Stadtrat für öffentliche Ordnung, Daniel Krüger (für AfD): „Auf der Fläche unmittelbar am Sportplatz wurden keine Knöllchen geschrieben. Dort wurde das Parken geduldet. Aber auch auf der anderen Straßenseite standen Autos, unter anderem auch hinter der dortigen Holzabsperrung. Die bekamen Knöllchen.“ Das haben ihm die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die vor Ort kontrollierten, mitgeteilt. Ihrer Aussage nach hätten in der Umgebung auch andere Möglichkeiten bestanden, das Auto zu parken.

Krüger räumt aber ein, dass die Situation am Paul-Zobel-Sportplatz nicht eindeutig ist. Ob dort geparkt werden darf oder nicht, müsste eigentlich mit einem Verkehrsschild deutlich gemacht werden. Deshalb werde dort das Parken geduldet. Für Autofahrer, aber auch für Fußgänger ist es tatsächlich nicht eindeutig, ob der breite Sandstreifen noch zum Straßenland gehört, Gehweg ist oder ein unbefestigter Parkplatz.

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