Der Tourismus boomt
Zum Jahresempfang kamen Akteure aus Wirtschaft und Kultur zusammen

Der Saal der Musikbrauerei ist ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort, der die Gäste mit hervorragender Akustik überraschte.
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  • Der Saal der Musikbrauerei ist ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort, der die Gäste mit hervorragender Akustik überraschte.
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Es wird ein Jahr mit etlichen Jubiläen im Bezirk, noch bevor der 30. Jahrestag des Mauerfalls im November gefeiert wird.

Vor 25 Jahren ist der heutige Tourismusverein Pankow gegründet worden. Und ebenso lange bestehen die Städtepartnerschaften Pankows zur polnischen Stadt Kolobrzeg und zur israelischen Stadt Ashkelon. Außerdem kann das TIC, das Tourist Information Center Pankow, sein 15-jähriges Bestehen feiern. Diese Anlässe, aber auch das Bedürfnis, sich weiter zu vernetzen, regte Vereine aus dem Bezirk dazu an, zu einem Jahresauftakt-Empfang einzuladen. Dieser stand unter dem Motto „Tourismus Kultur Wirtschaft. Willkommen Pankow 2019“.

Dieses Netzwerktreffen organisierten neben dem Tourismusverein Berlin-Pankow und dem TIC der Wirtschaftskreis des Bezirks, der Verein Unternehmerinnen plus und die Pankower Vertretung des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW). Als Veranstaltungsort wählten die Organisatoren die Musikbrauerei in der Greifswalder Straße 23a. Die einstige Brauerei Schneider, die zum früheren Vergnügungsort Schweizer Garten gehörte, sieht von außen noch wie eine Ruine aus. Doch die einstigen Produktions- und Lagerräume sind in den vergangenen Jahren behutsam für Musikproduktionen und Veranstaltungen mit hervorragender Akustik umgebaut worden. Davon konnten sich die etwa 150 Gäste des Netzwerktreffens während eines etwa einstündigen Kulturprogramms selbst überzeugen.

Dass sich Tourismus, Kultur und Wirtschaft in Pankow seit Jahren vernetzen, hat seinen Grund. Viele Touristen kommen in den Bezirk, weil sie dort vor allem kulturelle Angebote genießen und touristische Sehenswürdigkeiten erkunden möchten. Davon profitiert wiederum die Wirtschaft im Bezirk. Diese enge Verzahnung wird auch im neuen Tourismuskonzept deutlich, das vom Bezirksamt und Akteuren aus der Tourismus- und Kulturbranche in den zurückliegenden Monaten erarbeitet wurde. „Dieses Konzept geht jetzt in die Bezirksverordnetenversammlung zur Beratung“, sagt Wirtschaftsstadträtin Rona Tietje (SPD). Ziel ist es, dass es recht bald beschlossen und umgesetzt wird. Den Themen Tourismus und Kultur werde sich auch der diesjährige Wirtschaftstag des Bezirks widmen, so die Stadträtin. Er wird am 20. Mai im Zeiss-Großplanetarium stattfinden.

Dass der Tourismus in Pankow boomt, kann auch Bettina Quätschnig von der städtischen Tourismusorganisation Visit Berlin bestätigen. Im vergangenen Jahr übernachteten immerhin 520 000 Touristen im Bezirk. Damit hatte Pankow im Vergleich zum Vorjahr den größten Zuwachs an Touristen von allen Bezirken Berlins. Bürgermeister Sören Benn (Die Linke) wirft in diesem Zusammenhang die Frage auf: Warum kommen denn so viele Touristen nach Pankow? Das liege seiner Auffassung nach vor allem im Mythos des Bezirks begründet, der vor allem von Künstlern geschaffen wurde. „Doch die Künstler sind kaum Nutznießer des Tourismus“, weiß Benn. Im Gegenteil: Viele Künstler haben heute Existenzsorgen. Deshalb ruft der Bürgermeister die Wirtschaft, vor allem auch die Tourismuswirtschaft auf, Künstler zu fördern und zu unterstützen.

Mehr zu Tourismus, Kunst und Kultur im Bezirk ist auf www.pankow-weissensee-prenzlauerberg.berlin zu erfahren.

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