Zehn Jahre in Humboldts Namen
Erfolgreicher Schulversuch wurde zur Regelschule

WvH-Gründerin Gabriela Anders-Neufang, Schulleiterin Judith Bauch und Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU) nahmen an der Feierstunde zum Humboldt-Tag teil.
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  • WvH-Gründerin Gabriela Anders-Neufang, Schulleiterin Judith Bauch und Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU) nahmen an der Feierstunde zum Humboldt-Tag teil.
  • Foto: WvH-Gemeinschaftsschule
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Seit zehn Jahren trägt die Gemeinschaftsschule an der Erich-Weinert-Straße 70 und Gudvanger Straße den Namen Wilhelm von Humboldt.

Dieses Jubiläum begingen 850 Schüler, Eltern und 120 Lehrer mit einem „Humboldt-Tag“. Dazu konnten sie Vertreter aus der Bezirkspolitik und dem Senat begrüßen. Die Wilhelm-von-Humboldt-Schule (WvH) war 2008 als erste Gemeinschaftsschule im Bezirk gegründet worden. Das Besondere ist, dass die Schüler von der ersten Klasse bis zum Abitur gemeinsam und individualisiert lernen. Damit fällt der Übergangsstress um die Wahl der weiterführenden Schule weg. In Pankow gibt es da seit vielen Jahren Engpässe.

Eine weitere Besonderheit erläutert Schulleiterin Judith Bauch: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jeden individuell zu fördern. Sehr leistungsstarke Schüler lernen gemeinsam mit Schülern mit unterschiedlichen Förderbedarfen, wie Autismus oder Downsyndrom, auch in den höheren Jahrgängen. Das ist ein enormer Kraftakt.“ Schüler und Eltern schätzen an dieser Schule ihr Innovationsstreben, den Mut zu einem anderen Lernen. „Weil ich mich hier ausprobieren darf“, antwortet eine Schülerin auf die Frage, was ihr gefalle. „Weil ich hier Menschlichkeit lerne“, sagt indes einer der Schüler. Eltern loben das fächer- und jahrgangsübergreifende Lernen. „Die Schüler lernen voneinander und miteinander in Teams mit unterschiedlichen Begabungen“, so eine Elternvertreterin.

Die WvH war die erste neu gegründete Gemeinschaftsschule Pankows des gleichnamigen Berliner Pilotprojekts. Inzwischen ist sie bei Eltern, Wirtschaft, Hochschulen und Politik sehr anerkannt. Der Schulversuch wurde 2018 nach zehn Jahren positiv abgeschlossen und die Gemeinschaftsschule ist inzwischen als Regelschule im Berliner Schulgesetz verankert.

Zur Feierstunde kam auch Schulgründerin Gabriela Anders-Neufang. Im Anschluss öffneten sich Themenräume zur Schulgeschichte. Weiterhin gab es ein Picknick auf dem Sportplatz, „Geburtstagsspiele“ für Groß und Klein und schließlich feierten Pädagogen und Eltern im Duncker-Club den Namenstag, berichtet Elternvertreterin Carola Ehrlich-Cypra.

Ab dem Schuljahr 2020/2021 haben die Berliner Gemeinschaftsschulen, so auch die Wilhelm-von-Humboldt, eigene Einzugsgebiete wie die Grundschulen. Die Anmeldungen beginnen im Herbst 2019.

Weitere Informationen: https://wvh-gemeinschaftsschule.de/.

WvH-Gründerin Gabriela Anders-Neufang, Schulleiterin Judith Bauch und Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU) nahmen an der Feierstunde zum Humboldt-Tag teil.
Eines der Gebäude der Gemeinschaftsschule. Vor zehn Jahren wurde sie nach Wilhelm von Humboldt benannt.

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