Über 20 neue Spielideen
Internationale Designer, Pädagogen und Therapeuten trafen sich auf dem Pfefferberg

Ryan Bestre von den Philippinen und Cinzia Damonte aus Italien arbeiteten an neuen Spielen, die die Kommunikation fördern.
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In der obersten Etage des Hauses 12 auf dem Pfefferberg an der Schönhauser Allee wurde in den vergangenen Tagen fleißig gewerkelt. Es wurde Papier, Filz und Stoff zugeschnitten, genäht, mit Holz gearbeitet. Am Ende entstanden über 20 neue Spielzeuge.

23 Designer, Pädagogen und Therapeuten aus 13 Ländern machten mit. Sie folgten einer Einladung zu einem Kreativworkshop des Vereins „Fördern durch Spielmittel“. Ihr Ziel: Neue Spielgeräte entwickeln, mit denen Menschen mit und ohne Handicap gleichermaßen spielen können. Dazu reisten die Workshop-Teilnehmer zum Beispiel aus Indien, Italien, Russland, Uganda, den USA und natürlich auch aus Deutschland an. Mit den im Workshop neu entwickelten Spielzeugen werden Gleichgewichtssinn, motorische Fähigkeiten, Tastsinn oder die Augen der Spieler geschult.

Bevor es aber ans Entwickeln ging, besuchten die Teilnehmer Kitas, Schulen und auch Senioren im St. Elisabeth-Stift, berichtet Siegfried Zoels. Der Geschäftsführer des Vereins Fördern durch Spielmittel hatte Anfang der 90er-Jahre die Idee zu diesen internationalen Workshops. Und in diesem Jahr fand bereits die 18. Auflage statt. So unterschiedlich wie die Teilnehmer waren, so unterschiedlich sind auch die Workshop-Ergebnisse. Dalia Guzaitiene aus Litauen entwickelte zum Beispiel ein fantasievolles Nashorn als Handpuppe, mit dem man Kinder zum Kommunizieren animieren kann. Juan Uriel Rodriguez Torres aus Kolumbien stellte indes den Prototypen eines neuen Brettspiels her, das von Pädagogen auch im Unterricht eingesetzt werden könnte.

Gemeinsam arbeiteten Ryan Bestre von den Philippinen und Cinzia Damonte aus Italien an einem neuartigen Brett- und einem Geschichtenerzähl-Spiel. Und Benedikt Höpfner und Katja Wilhelmi entwickelten ein Wüfeldrehspiel sowie einen Roboter, der Würfel auswirft. Beide Spiele regen zur Kommunikation an. „Auf die Idee kamen wir nach einem Besuch in einer Schule, in der Kinder mit Früh-Autismus unterrichtet werden“, sagt Benedikt Höpfner.

Die interessantesten Workshop-Ergebnisse sollen nun in einem Katalog veröffentlicht werden, sodass sie von anderen auch nachgebaut werden können. Außerdem werden einige der Neuentwicklungen zur Produktionsreife gebracht und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung produziert.

Weitere Informationen zum Workshop gibt es unter Tel. 442 92 93 sowie auf www.spielmittel.de.

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