Erinnerung an die Singende Revolution
Künstler aus Lettland und Berlin in der Wabe

Sie organisieren das Konzert in der Wabe:  Monta Wermann, Ieva Kunge und Anne-Katrin Albrecht.
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  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Bernd Wähner

In diesem Herbst wird in Deutschland 30 Jahre Friedliche Revolution begangen. Was nur wenige wissen: In Lettland gibt es ein ähnliches Jubiläum.

Auch in der ehemaligen Sowjetrepublik fanden vor 30 Jahren Umbrüche statt, und zwar als „Singende Revolution“. Die Musikschule Pankow, der Verein „Lettischen Kinder- und Kulturgemeinschaft in Berlin“ sowie der Kulturring Berlin veranstalten dazu am 20. November das Konzert „Wir hatten keine Waffen. Wir hatten nur Lieder“. In Berlin leben etwa 4000 Letten, viele von ihnen in Pankow. Damit deren Kinder hier etwas von der Kultur ihres Heimatlandes mitbekommen, gründeten engagierte Letten vor sieben Jahren die Kinder- und Kulturgemeinschaft. Diese betreibt unter anderem eine Schule, in der diese mehr über lettische Sprache und Kultur erfahren. Und sie bietet Kulturveranstaltungen an. „Wir veranstalten zum Beispiel viele tolle Konzerte“, sagt Ieva Kunga vom Vorstand. „Zu diesen kommen in der Regel aber nur Menschen aus unserem Umfeld. Warum also nicht mal was gemeinsam mit der Pankower Musikschule organisieren?“

Anne-Katrin Albrecht, die stellvertretende Leiterin, war von der Idee sofort begeistert. Und mit Monta Wermann konnte eine Musikerin und Komponistin mit ins Boot geholt werden, die das Programm zusammenstellte. „Wir wollen mit dem Konzert auch an die Parallelität der Ereignisse auf dem Baltikum und in Deutschland erinnert“, sagt Anne-Katrin Albrecht. „Und damit können wir auch miteinander in einen künstlerisch-musikalischen Dialog treten.“

Dass die Ereignisse vor 30 Jahren in Lettland als „Singende Revolution“ bezeichnet wurden, hat seinen Grund, berichtet Monta Wermann. „Musik und Folklore sind in unserem Volk tief verwurzelt. Sie sind ein riesiger Schatz und bergen viel Weisheit. Und sie konnten von keinem System unterdrückt werden. Die kraftvollen und symbolhaften Texte in unserer Musik trugen sehr stark zu den Veränderungen vor 30 Jahren bei.“

Beim Konzert sind Künstler aus Lettland und Berlin zu erleben. Monta Wermann, die die Veranstaltung moderiert, ist auch als Violinistin zu erleben. Weiterhin treten unter anderem die Mezzosopranistin Vizma Zvaigzne, der Pianist Volker Jäckel, der Rock-Sänger André Herzberg sowie die Jazzvocals mit Meta Friedrich auf.

Der Eintritt zum Konzert am 20. November 19 Uhr in der Wabe, Danziger Straße 101, ist frei, aber eine Anmeldung über www.wabe-berlin.info/nov-2019/20/ allerdings erforderlich.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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