Vorfahrt für Pedalisten
Stargarder und Gleimstraße sollen zur Fahrradstraße umgebaut werden

Das Bezirksamt lässt seit September untersuchen, unter welchen Bedingungen der Straßenzug Stargarder und Gleimstraße zur Fahrradstraße werden kann.

Einen entsprechenden Beschluss fasste das Bezirksamt bereits im Sommer 2016. Doch für eine Prüfung, wie sich dieses Vorhaben umsetzen lässt, fehlten dem Bezirksamt zunächst die Mitarbeiter. Darüber hinaus standen für die Finanzierung entsprechender Untersuchungen keine Mittel zur Verfügung. Doch inzwischen ist das Berliner Mobilitätsgesetz in Kraft getreten, in dem Radverkehrsverbindungen eine wichtige Rolle spielen. Außerdem konnte das Straßen- und Grünflächenamt in diesem Sommer zwei Radverkehrsplaner einstellen. Damit sind wichtige Voraussetzungen für die Umsetzung des Planes geschaffen.

In Fahrradstraßen haben Radfahrer Vorfahrt. Autofahrer müssen ihre Geschwindigkeit den Radler anpassen. Mit der Norwegerstraße und der Choriner Straße gibt es bereits zwei in Prenzlauer Berg. Wie der Straßenzug Stargarder und Gleimstraße Fahrradstraße werden kann, untersucht derzeit das Büro „brenner BERNARD ingenieure“. Die Ergebnisse einer Verkehrszählung stellte das Büro bereits Anwohnern und Gewerbetreibenden beider Straßen vor. Im Tagesdurchschnitt wurden auf der Stargarder Straße 5500 motorisierte Fahrzeuge sowie 4300 Radfahrer gezählt. Etwa drei Viertel nutzten die Straße zur Durchfahrt. In der Gleimstraße sieht es ähnlich aus: 4200 Menschen waren mit dem Rad unterwegs, 6200 motorisierte Fahrzeuge wurden gezählt. Die Durchfahrer und diejenigen, die dort ihren Start- und Zielpunkt hatten, hielten sich die Waage.

Nach Ansicht von Christin Schicht vom Ingenieurbüro rechtfertigen diese Zahlen allemal die Einrichtung einer Fahrradstraße. Allerdings gibt es dabei noch einige Fragen zu klären. An beiden Straßen gibt es zahlreiche Gewerbetreibende. Die Frage ist, wie diese künftig beliefert werden. Denkbar wäre, dass für sie Lieferzeiten oder- zonen festgelegt werden.

Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) meint, dass bereits im kommenden Jahr erste Maßnahmen zur Einrichtung der Fahrradstraße umgesetzt werden sollen. Damit möglichst viele Anregungen von Anwohnern und Gewerbetreibenden zusammengetragen werden können, haben alle die Möglichkeit, sich bis zum 18. November online auf http://asurl.de/1437 zu äußern.

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