Zeitreise zu den Anfängen
50 Jahre Charité Campus Benjamin Franklin: Zeitzeugen erinnern sich

Die Zeitzeugen Renate Ulrich und Peter Berlien mit Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, beim Festakt zum Jubiläum des Charité Campus Benjamin Franklin (CBF).
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  • Die Zeitzeugen Renate Ulrich und Peter Berlien mit Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, beim Festakt zum Jubiläum des Charité Campus Benjamin Franklin (CBF).
  • Foto: K. Rabe
  • hochgeladen von Karla Rabe

Das Klinikum Steglitz, das 1968 als modernstes in Europa eröffnet wurde, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Zwei Ausstellungen im Charité Campus Benjamin Franklin geben einen Rückblick in die Geschichte des Krankenhauses.

Am Donnerstag, 11. Oktober, werden im Südfoyer eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses sowie eine Bürgerausstellung über Zeitzeugen eröffnet, die zwischen 1968 und heute am Klinikum wirkten. Unter ihnen sind auch Renate Ulrich und Peter Berlien. Die Krankengymnastin und der Laserchirurg erinnerten sich bereits zum offiziellen Festakt Anfang September an ihre Anfangszeiten am neueröffneten Klinikum.

Beide empfanden es als etwas Besonderes, hier zu arbeiten. „Es herrschte so etwas wie Goldgräberstimmung“, sagte Renate Ulrich. „Alle wollten etwas Neues anfangen, alle machten alles zum ersten Mal in diesem Haus – das war spannend“, erzählte sie. Es sei vor allem das Wir-Gefühl, das eine große Rolle spielte.

Ideenschmiede und Teamgeist

„Hier wurden neue Ideen geboren“, erinnerte sich Peter Berlien. Der Professor der Lasermedizin hatte im Januar 1970, zwei Wochen nach dem Abitur, im neuen Klinikum fünf Jahre lang als Pfleger gearbeitet. Später hat er hier studiert und als Chirurg gearbeitet. „Doch die Zeit als Pfleger hat meinen Lebensweg bestimmt“, sagte er. „Wenn ich ans Klinikum denke, dann an meine Zeit als Pfleger.“ Bei Schwester Bruni auf Station 044 habe er gelernt, wie man Betten macht und erfahren, was Gemeinschaftsgefühl bedeutet. 1985 hat er dann die Lasermedizin mit aufgebaut.

Renate Ulrich war eine der ersten, die am hochmodernen Klinikum ihre Arbeit aufgenommen hatte. Das Ende ihrer Ausbildung fiel mit der Eröffnung der Klinik zusammen. „Ich hatte in Lichterfelde gewohnt und schon während meiner Ausbildung zur Krankengymnastin bin ich immer an der Baustelle vorbeigefahren und es hat mich sehr gereizt einmal hier zu arbeiten.“

In der Zeitzeugenausstellung werden aber auch Geschichten von und über Patienten erzählt. Zum Beispiel von Birgit Breloh, die als erstes Baby im damaligen Klinikum das Licht der Welt erblickte. Heute leitet sie das Currywurst-Museum Berlin.

OP eines Pandabären im Klinikum

Auch so manch Kurioses erfährt der Besucher der Ausstellung. So erinnert sich ein Chirurg, dass er bei einer OP eines Pandabären ausgeholfen hatte. Die Operation konnte an der Tierklinik nicht ausgeführt werden. Mit Unterstützung des Klinikums war der Eingriff aber schließlich erfolgreich.

Mit beiden Ausstellungen gibt der CBF einen umfassenden Einblick in 50 Jahre universitäre Spitzenmedizin im Berliner Südwesten. Im Oktober 1968 wurde der Neubau nach zehn Jahren Bauzeit als modernstes Krankenhaus Europas eröffnet. Der Neubau galt als Vorzeigeprojekt. Es repräsentierte eine ideale funktionale Einheit von Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Gebaut und geplant wurde es mit Unterstützung aus den USA.

Beide Ausstellungen sind ein Projekt des Charité-Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin. Die Bürgerausstellung wurde mit Sondermitteln der BVV Steglitz-Zehlendorf ermöglicht. Zu sehen sind die Ausstellungen bis mindestens März 2019.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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