Neun Monate bis zum Entwurf
Werkstattverfahren zur Neuen Mitte hat begonnen

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und das Bezirksamt haben das kooperative Werkstattverfahren zum Stadtumbaugebiet „Neue Mitte Tempelhof“ gestartet. Am 24. Oktober fand die Auftaktveranstaltung statt.

Dabei wurden die Ziele, Rahmenbedingungen und der Aufbau des Verfahrens erläutert und die Aufgabenstellung vorgestellt. Bürger wurden gebeten, an Thementischen ihre Wünsche und Vorstellungen für das Quartier einzubringen. Zu besprechen gibt es viel, sollen doch im Rahmen des Projekts in den nächsten zehn Jahren unter anderem eine neue Polizeiwache und ein neues Schwimmbad in der Götzstraße sowie der Kulturbaustein am Tempelhofer Damm gebaut werden. Der Bezirk sieht im Konzept eine große Chance, den Bereich zu einem integrierten Stadtquartier mit Kultur- und Bildungsangeboten, öffentlichen Dienstleistungen und bezahlbarem Wohnraum zu machen.

Bislang gibt es für den Ortsteil nur eine Entwicklungsstrategie, jedoch noch keinen städtebaulichen Entwurf. „Es ist nun die Aufgabe von vier interdisziplinären Planungsteams, in den folgenden rund neun Monaten Vorschläge zu erarbeiten und ihre Ansätze im Dialog mit der Öffentlichkeit und lokalen Akteuren weiterzuentwickeln“, teilt das Bezirksamt mit. Begleitet wird die Arbeit der Teams von einem Beratungsgremium aus Fachexperten und Entscheidungsträgern der beteiligten Verwaltungen. Dieses wählt am Ende die Vorzugsvariante aus den erarbeiteten Konzepten aus. Verkündung ist im Juni 2020.

„Die Neue Mitte Tempelhof soll der Identitätsort für Tempelhof werden. Umso wichtiger ist es, die bisherigen und zukünftigen Hinweise der Bevölkerung im städtebaulichen Entwurf zu berücksichtigen“, sagt Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne). Im Dezember und Februar sind zwei weitere öffentliche Abendveranstaltungen geplant, im März sollen die Entwürfe der Planungsteams intern vorgestellt werden. Der Bezirksverordnete Ralf Kühne (Grüne) sieht durch die Neue Mitte nicht nur die Bewohner im Einzugsgebiet, sondern die Bevölkerung des gesamten Bezirks betroffen. „Daher muss eine hinreichende Öffentlichkeitsarbeit sicherstellen, dass der Prozess im doppelten Sinn wahrnehmbar ist: als Prozess an sich und in Form der Teilhabe an den einzelnen Terminen. Dies ist derzeit noch nicht der Fall“, mahnt er.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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