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Verordnete sprechen sich für Verlängerung des Mietvertrags mit „Freunden der Freilichtbühne Weißensee“aus

Die große Freilichtbühne am Weißen See darf wegen Lärmschutzauflagen nur noch selten genutzt werden.
  • Die große Freilichtbühne am Weißen See darf wegen Lärmschutzauflagen nur noch selten genutzt werden.
  • Foto: Freunde der Freilichtbühne Weißensee
  • hochgeladen von Hendrik Stein

Das Bezirksamt soll dafür sorgen, dass die Freilichtbühne am Weißen See auch künftig als Kulturort erhalten bleibt. Sie soll aber nicht nur gesichert werden, sondern sich auch weiterentwickeln.

Diesen Beschluss fassten die Pankower Verordneten auf Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sowie mit Unterstützung der CDU. Zu diesem Zweck soll die Liegenschaft der Freilichtbühne aus dem Facility Management in das Fachvermögen des Kulturamts überführt werden.

Anlass dafür, dass sich die Verordneten gerade jetzt mit der Zukunft der Freilichtbühne beschäftigen, ist, dass der bisherige Pachtvertrag, den das Bezirksamt mit dem Verein „Freunde der Freilichtbühne Weißensee“ abschloss, 2021 ausläuft. Bereits vor Vertragsende soll aber geklärt sein, wie es mit der Bühne weitergeht.

Die Freilichtbühne, die ein bisschen wie der kleine Bruder der Waldbühne aussieht, wurde ab 1955 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks (NAW) gebaut. Sie verfügt über etwa 2000 Sitzplätze. Offiziell eingeweiht wurde sie am 1. Mai 1957. Das Weißenseer Bezirksamt ließ die Bühne zuletzt 1993 komplett sanieren. Danach übernahm eine beauftragte Agentur die Programmgestaltung.

Das Bezirksamt entschied aber 2003, den Betrieb der Bühne öffentlich auszuschreiben. Der neue Pächter, der den Zuschlag erhielt, bekam es allerdings mit Lärmbeschwerden von Anwohnern zu tun. Denn die Wohnbebauung war inzwischen immer weiter an das Gelände der Freilichtbühne herangerückt. Nachdem sich der Pächter zurückgezogen hatte, wurde die Bühne nur noch selten bespielt.

Anfang des Jahrzehnts fanden sich dann Berliner zusammen, um den Verein „Freunde der Freilichtbühne Weißensee“ zu gründen. Dieser entwickelte ein neues Konzept, dem 2013 das Bezirksamt zustimmte, und so wurde mit dem Verein ein Mietvertrag abgeschlossen. Die meisten Veranstaltungen auf dem Gelände finden nun auf dem früheren Wirtschaftshof hinter der großen Bühne statt. Nur einige dürfen wegen der Lärmschutzauflagen in Abstimmung mit dem Bezirksamt auf der großen Bühne präsentiert werden.

Auf dem Gelände der Freilichtbühne findet zum Beispiel ein Sommer-Open-Air-Kino statt. Es gibt aber auch Kinder- und Puppentheater sowie Konzerte. Die Verordneten sind vom Konzept des aktuellen Nutzers angetan. Es spreche unterschiedliche Zielgruppen an und sichere eine regelmäßige Bespieglung dieses Kulturstandorts, so ihr Fazit. Deshalb empfehlen sie dem Bezirksamt, den Mietvertrag mit dem aktuellen Nutzer zeitnah um fünf Jahre zu verlängern.

Damit soll der Betreiber Planungssicherheit für die weitere Profilierung dieses Kulturstandortes erhalten. So könne er zum Beispiel frühzeitig Förderungen für Projekte beantragen, so die Verordneten. Sie sprechen sich außerdem dafür aus, im Einklang mit dem Denkmalschutz einen Schallschutz zu installieren. Dazu sollten neue technische Möglichkeiten der Lärmvermeidung und -steuerung zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen zur Freilichtbühne auf freilichtbuehne-weissensee.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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