Wenn in einem Notfall jede Minute zählt
DRK und Sponsoren stellen kostenlos Notfalldosen bereit

Kati Avci, geschäftsführende Vorständin des DRK-Kreisverbandes Berlin-Nordost, präsentiert eine der Notfalldosen. Unterstützt vom Bezirksamt und von Sponsoren konnten 4000 davon angeschafft werden.
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  • Kati Avci, geschäftsführende Vorständin des DRK-Kreisverbandes Berlin-Nordost, präsentiert eine der Notfalldosen. Unterstützt vom Bezirksamt und von Sponsoren konnten 4000 davon angeschafft werden.
  • Foto: Bernd Wähner
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Ab sofort können sich einkommensschwache Bürger „Notfalldosen“ in allen Stadtteilzentren des Bezirks, in kommunalen Begegnungsstätten und in den Pankower Pflegestützunkten kostenfrei abholen.

Möglich wird das durch eine Kooperation des DRK-Kreisverbandes Berlin-Nordost mit dem Bezirksamt, dem Rathaus-Center Pankow, der Berliner Volksbank und der Berliner Sparkasse. Durch die solidarische Zusammenarbeit dieser Partner konnten rund 4000 Notfalldosen für 5500 Euro vom Deutschen Roten Kreuz beschafft werden.

„Notfalldosen“ wurden für Rettungseinsätze entwickelt. Mit ihnen können Notärzten wichtige medizinische Informationen für den Fall bereitgestellt werden, dass eine Patientin oder ein Patient während eines Einsatzes keine Auskunft mehr geben kann. Die zehn Zentimeter hohe Dose enthält ein Notfall-Infoblatt. Auf diesem stehen alle für die medizinische Versorgung wichtigen Informationen. Dazu gehören zum Beispiel Vorerkrankungen, der Kontakt zum Hausarzt, Angaben zu Medikamenten, die eingenommen werden oder auch Angaben zu Kontaktpersonen, die informiert werden sollten.

Dose gehört in den Kühlschrank

Damit Notärzte die Dose rasch finden können, ist zum einen einer der beiden mitgelieferter Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür anzubringen. Der andere Aufkleber wird auf den Kühlschrank geklebt. „Die Dose muss zwar nicht gekühlt werden“, sagt Kati Avci, geschäftsführende Vorständin des DRK-Kreisverbandes Berlin-Nordost. „Aber in jeder Wohnung gibt es in der Regel einen Kühlschrank, der von den Einsatzkräften rasch zu finden ist. Deshalb sollte die Dose dort aufbewahrt werden.“

„Ich bin froh und glücklich, dass wir rund 4000 Menschen im Bezirk Pankow mit Notfalldosen ausstatten können“, sagt Sozial- und Wirtschaftsstadträtin Rona Tietje (SPD). „Das ist besonders in der durch das Corona-Virus für viele Menschen schwierigen Situation so wichtig.“ Denn vor allem für Menschen, die allein in ihrer Wohnung leben oder den Tag überwiegend allein sind, können die Dosen in einem Notfall überlebenswichtig sein. „Mein persönlicher Dank gilt darum auch den großzügigen Spendern für ihr soziales Engagement in diesen schwierigen Zeiten. Auch den vielen ehrenamtlichen Helfern möchte ich danken, die bei der Verteilung der Notfalldosen helfen werden“, sagt Rona Tietje.

Die Pankower Notfalldosen-Initiative geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung zurück, der im Sommer beschlossen wurde. In vielen Kommunen gibt es bereits eine kostenlose Ausgabe von Notfalldosen. In der Regel beteiligen sich an deren Beschaffung und Verteilung Akteure aus öffentlichen Einrichtungen, soziale Träger, Verbände, das DRK, der Seniorenbeirat sowie regionale Finanzinstitute.

Ein kleines Stück Sicherheit

„Aus Kundengesprächen zur finanziellen Altersvorsorge und Absicherung wissen wir, dass sich stetig mehr Menschen auch um ihre Notfallvorsorge kümmern“, berichtet Karen Mohr, FinanzCenter-Leiterin der Berliner Volksbank. „Mit der Ausgabe der ‚kleinen Lebensretter‘ möchten wir uns für die Menschen in Pankow auch über das Finanzielle hinaus bei ihren privaten Vorsorgemaßnahmen einsetzen.“ „Als Herz im Zentrum Pankows zeigen wir hier gerne Herz und geben nicht nur Geld, sondern sind natürlich auch Anlaufpunkt der Verteilaktion. Das Rathaus-Center Pankow wird von allen besucht, auch sozial Schwächeren. Mit ihnen wollen wir solidarisch sein, denn wenn alle Solidarität üben, dann schaffen wir es durch diese schwierigen Zeiten“, sagt Peter Schönbrunn, Centermanager des von der DI-Gruppe verantworteten Rathaus-Center Pankow. Frank Schröter, Regionalleiter der Berliner Sparkasse für Pankow, erklärt: „Seit über 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse in der Stadt tief verwurzelt. Wir sind ein Teil von Berlin und von Pankow und engagieren uns daher auch für die Menschen, die hier leben. Und manchmal braucht es dazu gar nicht viel. Schon eine kleine Dose kann ein Stück Sicherheit geben und in entscheidenden Situationen sogar Leben retten. Es sollte nicht am Geld scheitern, dass jede und jeder die Möglichkeit hat, eine Notfalldose bei sich zuhause zu hinterlegen.“

Am Pankower Rathaus-Center an der Breiten Straße 20 verteilt ein Team des DRK-Kreisverbandes am 19. Dezember sowie am 29. und 30. Dezember jeweils von 10 bis 15 Uhr die kostenlosen Notfalldosen. Dort sowie an allen anderen Ausgabestellen braucht übrigens niemand seine Bedürftigkeit nachweisen. Am 19. Dezember ab 12 Uhr wird die Notfalldose auch auf dem Wochenmarkt auf dem Pankower Anger verteilt. Dazu gibt es kostenlos auch warme Suppe zum Mitnehmen aus der Feldküche.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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