Es besteht Lebensgefahr auf den Seen
DLRG warnt vor dem Eis

Die DLRG Reinickendorf und der Arbeitersamariterbund üben regelmäßig die Eisrettung am Tegeler See.
  • Die DLRG Reinickendorf und der Arbeitersamariterbund üben regelmäßig die Eisrettung am Tegeler See.
  • Foto: DLRG Reinickendorf
  • hochgeladen von Christian Schindler

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt vor dem Betreten zugefrorener Seen und Teiche.

Die anhaltende Kälte lässt die Gewässer in Berlin zufrieren. Kaum sind Seen und Teiche zugefroren, werden sie zur Attraktion für Spaziergänger und Schlittschuhläufer. Aber zahlreiche Unglücksfälle – häufig mit tödlichem Ausgang – beweisen, wie trügerisch das Eis ist. Laut DLRG besteht Lebensgefahr.

Die DLRG mahnt deshalb zur Vorsicht: „Es braucht schon eine lang anhaltende Kälteperiode mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, damit das Eis tragfähig wird. Man sollte hier auf jeden Fall immer die offiziellen Informationen der Behörden abwarten“, erklärt Felix Schönebeck, Leiter der Verbandskommunikation des DLRG-Bezirks Reinickendorf. „Bei stehenden Gewässern sollte das Eis mindestens 15 cm, bei Bächen und Flüssen sogar 20 cm dick sein. Letzteres gilt beispielsweise auch für den Tegeler See, der als so genanntes fließendes Gewässer eingestuft ist“, so Schönebeck weiter.

Sobald das Eis dick genug ist, sollte man es dennoch niemals allein betreten. Dunkle Stellen im Eis deuten auf eine dünne Eisschicht und hohe Einbruchgefahr hin. Sobald das Eis knistert oder knackt rät die DLRG dazu, sich sofort flach hin zu legen und in Bauchlage in Richtung Ufer zu robben.

Tipps für den Rettungsfall

Sollte es doch einmal ernst werden, gibt es für Ersthelfer wichtige Hinweise zu beachten: „Zuerst sollten Helfer den Notruf wählen. Für die Rettung sollte möglichst eine Leiter, ein Rettungsring oder ein Brett benutzt werden, um das eigene Gewicht zu verteilen. Ansonsten sollte man sich dem Opfer auf jeden Fall im Liegen nähern. Dem Eingebrochenen darf dabei nicht die Hand, sondern zum Beispiel eine Jacke oder ein Stock gereicht werden, damit der Retter nicht selbst zum Opfer wird. Der Gerettete muss an Land unverzüglich mit Decken und trockenen Kleidern gewärmt werden”, rät Schönebeck.

Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird es in den kommenden Tagen nicht kalt genug. Vor allem tagsüber werde es im ganzen Land zu mild dafür, ehe sich eine Eisfläche mit ausreichend Tragfähigkeit bilden könnte.

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