Chance der Woche
Bohème in Charlottenburg: Exklusive Führung durch die Ausstellung "Hans Laabs und Freunde" zu gewinnen

Blick in die Ausstellungsräume am Kaiserdamm.
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  • Blick in die Ausstellungsräume am Kaiserdamm.
  • Foto: FM Rohm
  • hochgeladen von Manuela Frey

In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich in Charlottenburg und angrenzenden Teilen von Wilmersdorf und Schöneberg eine lebendige Kunst- und Kulturszene. Nach Jahren der Repression durch die Nationalsozialisten hungerten Künstler und Bevölkerung nach Neuem und der viele Jahre verbotenen Kunst der Moderne.

Einer der Protagonisten der Charlottenburger Bohème war der aus Pommern geflohene Künstler Hans Laabs. Zusammen mit Freunden und Weggefährten wie Alexander Camaro, Werner Heldt, Jeanne Mammen, Ludwig Gabriel Schrieber, Heinz Trökes und Hans Uhlmann stellte er in den ersten Westberliner Galerien aus. In der Galerie Rosen am Kurfürstendamm, bei Anja Bremer, zuerst in einer Privatwohnung in Friedenau, später in der Fasanenstraße, der Galerie Springer am Kurfürstendamm und der Galerie Schüler in Zehlendorf wurde nicht nur ausgestellt, sondern auch lebhaft diskutiert. Dazu gehörte auch der Disput um Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Der Kalte Krieg veränderte alles

Mit dem Kalten Krieg und der Berlin-Blockade änderten sich die gesellschaftlichen und politischen Parameter, surrealistisch reflektiert im Künstlerkabarett „Die Badewanne“ in der Nürnberger Straße. Für kurze Zeit wirkten dort Laabs, Camaro, Heldt, Mammen und weitere Künstler.

Schon früh machte Hans Laabs mit frei empfundener Farbigkeit sowie klaren, vereinfachten Formen auf sich aufmerksam. Mit seinem unverkennbaren Malstil knüpfte er an die Kunst der Moderne an und kombinierte farblich reich nuancierte Flächen mit grafisch anmutenden Zeichen. Auffallend ist ein zutiefst melancholischer, nachdenklicher Zug, der vor allem in Hans Laabs‘ Figurendarstellungen ausgeprägt ist.

Inspirationen für sein poetisches Spätwerk

Mitte der 50er-Jahre zog es den Nonkonformisten nach Ibiza. Dort verbrachte er rund 30 Jahre lang malend mehrere Monate im Jahr. Ab Mitte der 80er-Jahre kehrte er wieder nach Berlin in sein Atelier in der Ludwigkirchstraße zurück, später folgte der Umzug in die Pommersche Straße am Preußenpark. Im Sommer erkundete er Sylt, nach dem Mauerfall die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Dort fand er Inspirationen für sein poetisches Spätwerk.

Die Ausstellung "Bohème in Charlottenburg – Hans Laabs und Freunde. Werke aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank" ist bis 7. Juli täglich 10-18 Uhr am Kaiserdamm 105 zu sehen. Internet: www.kunstforum.berlin.

Möchten Sie an der Führung am 9. Mai teilnehmen?

Am Donnerstag, 9. Mai, um 18.30 Uhr führt Kuratorin Dr. Janina Dahlmanns exklusiv zehnmal zwei Leser der Berliner Woche durch die Ausstellung. Unter allen Teilnehmern werden zehnmal zwei Plätze verlost. Teilnahmeschluss ist der 23. April 2019.

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