Rauf auf den Bürgersteig! Radfahrer mit Kindern sollen den Gehweg nutzen dürfen

Berlin. Der Bund möchte die Sicherheit für radfahrende Kinder erhöhen. Ihre Begleitpersonen sollen mit ihnen auf dem Bürgersteig fahren dürfen. Berlin signalisiert Zustimmung.

Auf Berliner Gehwegen ist es voll: Tische und Stühle der Lokale, Stromkästen, Kleider-, Postkarten- und Fahrradständer und natürlich die Fußgänger. Doch auch auf den Straßen ist es voll, wenn sich Pkws, Transporter, Taxis und Busse aneinanderreihen. Und es ist gefährlich, vor allem für Kinder auf Fahrrädern. Sie müssen deshalb bis zu ihrem achten Geburtstag und dürfen bis zu ihrem zehnten Geburtstag auf dem Gehweg fahren – allerdings ohne die Begleitung ihrer Eltern. Diese müssen auf der Straße oder dem Radweg bleiben.

Das ist nach Ansicht der Bundesregierung ein Sicherheitsrisiko, denn Eltern und Kind können sich so schnell aus den Augen verlieren. So gibt es Pläne, die Bürgersteige für Radfahrer freizugeben, die radelnde Kinder begleiten. Eine entsprechende Initiative wird gerade im Bundesrat diskutiert. Wie die Berliner Zeitung berichtet, hat sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bereits dafür ausgesprochen. Wer auf dem Gehweg fährt, muss laut den Plänen allerdings besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen – und das scheint auch dringend nötig. Aktuelle Zahlen der Berliner Polizei zeigen, dass es im vergangenen Jahr zu 469 Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern kam.

Deshalb sagt Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr des ADAC Berlin-Brandenburg, dass die Begleitpersonen ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Fußgängern zeigen müssten. Grundsätzlich befürwortet er die Pläne: „Das ist ein Sicherheitsgewinn für die Kinder und diejenigen, die sie begleiten.“

Nicht unerwähnt lassen möchte Becker dennoch, dass Berlin mehr gut ausgebaute Radwege braucht – zur Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. jtw

Autor:

Jana Tashina Wörrle aus Charlottenburg

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