Wenn die Kundin in den Meisenknödel beißt
125 Jahre Wochenmarkt auf dem Karl-August-Platz / Händler laden am 21. September 2019 zur Geburtstagsparty

Seit 29 Jahren verkaufen Andreas und Ramona Trochim bereits erfolgreich Blumen auf dem Wochenmarkt rund um die Trinitatis-Kirche. Angefangen haben sie mit einem Auto ohne TÜV, einem Startkapital in Höhe von 2800 Mark und "Blumen aus der eigenen Wohnung".
10Bilder
  • Seit 29 Jahren verkaufen Andreas und Ramona Trochim bereits erfolgreich Blumen auf dem Wochenmarkt rund um die Trinitatis-Kirche. Angefangen haben sie mit einem Auto ohne TÜV, einem Startkapital in Höhe von 2800 Mark und "Blumen aus der eigenen Wohnung".
  • Foto: Matthias Vogel
  • hochgeladen von Matthias Vogel

Es gibt es noch, das Marktidyll im Bezirk. Auf dem Karl-August-Platz etwa, rund um die Trinitatis-Kirche. Zweimal pro Woche wird rege ver- und gekauft, gefeilscht und geschnackt. In diesem Jahr jährt sich der Wochenmarkt zum 125. Mal und das wird am 21. September kräftig gefeiert.

"Drei Schalen zum Preis von zwei Schalen", hallt es von einem Obststand durch die Gasse. Alle drei Meter strömt einem ein anderer angenehmer Geruch in die Nase: frisches Obst und Gemüse, leckerer Käse und feinstes Fleisch. An der Ecke Goethestraße und Weimarer Straße steht der "Mokka-Muli", ein zur Kaffee-Bar umfunktioniertes Vespa-Dreirad. Hier genießen die Bürger des Kiezes ihren morgendlichen Wachmacher, bevor es für den Wocheneinkauf wenigstens einmal ums Karree geht. Eine Seitenlänge des Wege-Quadrats um die Kirche herum weiter gibt es Crêpes in allen Variationen, an der der nächsten Ecke diagonal zum mobilen Kaffeestand werden Currywürste angeboten, inklusive flottem Spruch des Imbiss-Chefs. An der vierten Straßenkreuzung sind türkische Spezialitäten Trumpf – geschwächt muss hier wirklich niemand seine Runden drehen.

Seit 71 Jahren auf dem Markt vertreten

220 Händler fahren jeden Sonnabend und Mittwoch ein Angebot auf dem Karl-August-Platz unweit der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße auf, das es in dieser Vielfalt selten gibt. Hinzu kommen handgeschöpfte Schokoladen beispielsweise, Spezialitäten aus Apulien oder Tiernahrung aus dem gehobenen Segment, wie sie Heidi Hilprecht mit ihrer "Futterhandlung Hilprecht" verkauft. Ihre Eltern haben sich 1948 auf dem Markt kennengelernt und gemeinsam – zunächst noch parallel zum Kräuter-Marktstand des Vaters – den Handel mit Tierfutter begonnen. „Meine Mutter war ein Verkaufstalent, mein Vater für den Einkauf zuständig. Das Land erholte sich so langsam vom Zweiten Weltkrieg und so ist die Idee zum Erfolg geworden“, sagt Hilprecht. Seit 71 Jahren schon steht ihre Familie nun in zweiter Generation an der gleichen Stelle an der Goethestraße auf dem Markt, am längsten von allen Händlern. Ihre Mutter sei als kleines Kind mit ihrer Oma schon dort beim Einkaufen gewesen. "Die Familie wohnte damals in der Cauerstraße und meine Onkel mussten meiner Oma entgegenkommen, um ihr die Einkaufstaschen abzunehmen." Eigentlich hatte Heidi Hilprecht andere berufliche Pläne: „Ich wollte nicht so früh aufstehen“, erinnert sie sich und lacht. Als ihr Vater aber schwer erkrankte, war sie als Hilfe unentbehrlich und nun steht sie selbst bereits seit 37 Jahren hinter dem Tresen ihres Hängers. Missen möchte sie kein einziges davon. „Es ist viel Arbeit, aber es macht mir immer noch ungeheuren Spaß“, sagt sie. „Ich mag Menschen und die soziale Komponente spielt in unserem Beruf eine ganz wichtige Rolle. Ich kann gut zuhören und die Kunden, egal ob jung oder alt, erzählen mir einfach alles.“

Bei Wind und Wetter

Eine ihrer schönsten Erinnerungen war das 50. Marktjubiläum ihrer Mutter. „Der damalige Stadtrat war da, die Feier war mit allem Drum und Dran. Richtig toll.“ Heidi Hilprecht, 1963 geboren, ist nach eigenem Bekunden die Einzige, die wirklich immer da ist. Und obwohl sie viel erlebt hat – einmal stand sie etwa bei minus zwölf Grad ganz allein mit ihrem Wagen auf dem Platz –, ist ihr einmal der Mund vor Staunen offen stehen geblieben: „Eine Kundin wollte bezüglich Qualität und Konsistenz meiner Meisenknödel sichergehen und hat selber hineingebissen.“

"Die Zeiten haben sich geändert"

Zusammen mit dem Blumenhändler-Ehepaar Andreas und Ramona Trochim, die ihren Stand "Andy’s und Mona’s Blumentraum" ein paar Meter weiter in der gleichen Zeile haben, hat Hilprecht die Feierlichkeiten für das Jubiläum geplant. „Mona hat das meiste organisiert, ich war angefressen.“ Zur Vorbesprechung seien nämlich gerade einmal zwölf Kollegen gekommen. „Die Zeiten haben sich geändert, die meisten Standbetreiber interessiert die Geschichte des Marktes nicht, sie betrachten so eine Feier unter rein wirtschaftlichen Aspekten. Ich sehe sie auch als Dankeschön an die Kundschaft, die uns seit Jahr und Tag die Treue hält.“ Andreas Trochim liefert ein passendes Beispiel: „Ein Kollege hat gesagt, er wisse nicht, wie er das organisieren solle, wenn es länger als 14 Uhr dauere, und wollte eher nicht teilnehmen. Er hat einen Drei-Meter-Stand, was gibt es denn da zu organisieren?“

Die Trochims bestätigen auch Hilprechts Analyse, das Publikum habe sich im Laufe der Jahre verändert. Früher sei jedermann bei ihr gewesen, sagt die Futterhandel-Chefin, heute würden mittwochs oft die Mütter mit ihren Kinderwägen fehlen. „Alle müssen arbeiten“, sagt sie. Andreas Trochim beobachtet indes mehr und mehr „Hipster“, die den Wochenmarkt für sich entdecken würden. Auch viele Schauspieler und andere Künstler kämen mittlerweile, das sei ja auch ganz nett.

"Hier kann ich sein wie ich bin“

Andreas Trochim begann seine Marktkarriere vor 29 Jahren mit einem Auto ohne TÜV, 2800 Mark Eigenkapital und Pflanzen, die er in der eigenen Wohnung kultivierte. „Wir haben immer nur das investiert, was wir verdient haben, hatten nie Schulden.“ Mehrere feste Geschäfte eröffneten die Trochims, waren auf sechs Wochenmärkten vertreten. Bis der Körper streikte und das Familienleben zu sehr litt. „Ich stand kurz vor dem Burnout. Wir haben drei Kinder und meine Frau hat dann die Notbremse für uns gezogen. Seither machen wir ein bisschen ruhiger“, sagt der 52-Jährige mit der Berliner Schnauze, die er nach eigenem Empfinden habe und der er wirklich nur auf dem Markt freien Lauf lassen könne. „Deshalb bin ich noch immer hier. Hier kann ich sein wie ich bin.“

Mona Trochim hatte darauf bestanden, das Fest trotzdem zu machen, für sich selbst und die genauso denkenden Kollegen. „Also gibt es jetzt eine Hüpfburg, einen Zuckerwatte-Stand, ein Karussell und vor der Kirche eine Bühne, auf der ein buntes Programm stattfinden wird“, sagt sie und die Vorfreude auf den 21. September spricht aus ihren Augen. Um 10 Uhr geht es los. „Wir rechnen mit richtig viel Verkehr auf dem Marktplatz und den Straßen ringsherum“, ergänzt Heidi Hilprecht. "Wir empfehlen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der BVG zu kommen." Trotz aller Veränderungen, Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten wissen sie und die Trochims genau, warum ihr Wochenmarkt etwas ganz Besonderes bleibt: "Die Vielfalt des Angebots und die persönliche Fachberatung sind einzigartig, und häufig lernt man den Produzenten des Produktes auch gleich kennen."

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

Gesundheit und MedizinAnzeige

Jetzt mitmachen
Online-Coronastudie zu sozialem Zusammenhalt und psychischem Wohlbefinden

Werden Sie Teilnehmer*in an einer spannenden Studie und helfen Sie mit, zu verstehen welche Auswirkungen die Corona-Krise auf Wohlbefinden, Stress und sozialen Zusammenhalt hat! Wir Berliner Forschungseinrichtungen (Max-Planck-Gesellschaft, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin) wollen in Zukunft besser planen können, wer welche Form der psychologischen Unterstützung in so einer schweren Zeit benötigt. Dazu führen wir eine Online-Studie durch, bei der wir Sie...

  • Charlottenburg
  • 20.10.20
  • 100× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Dr. phil. Dirk Klapperich

Praxis MELARES
Hast Du schon Deinen Burnout genommen?

Zugegeben: ein schlechter Scherz, über den Betroffene kaum lachen können. Ein Burnout ist vielmehr ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das nun in die neueste Version des internationalen medizinischen Diagnosehandbuchs (ICD 11) aufgenommen wurde. Beim Burnout sind Körper und Psyche gleichermaßen betroffen: Erschöpfungzustände und depressive Phasen zeigen sich im Verlauf der Krankheit. Anfänglich können die Betroffenen die Symptome noch „wegdrücken“, doch die Burnout-Spirale dreht sich...

  • Steglitz-Zehlendorf
  • 20.10.20
  • 58× gelesen
WirtschaftAnzeige
Atagor – CarCare - Autopflege ist Ihr Partner für die komplette Innen- und Außenpflege Ihres Fahrzeuges per Hand.
4 Bilder

Atagor – CarCare - Autopflege
Komplette Innen- und Außenpflege Ihres Fahrzeuges per Hand

Sie möchten gerne Ihr Fahrzeug einer intensiven, aber schonenden Innen- und Außenreinigung per Hand unterziehen (Außenreinigung bei Atagor ausschließlich per Hand!), Sie wünschen sich, dass Ihr Fahrzeug im neuen Glanz erstrahlt oder Sie möchten einfach nur eine lange störenden Fleck beseitigen lassen? Diese und viele weitere Leistungen bieten Ihnen fortan die Atagor – CarCare – Autopflege hinter dem Kaufpark Eiche, Ihr zuverlässiger Partner für die komplette Innen- und Außenaufbereitung Ihres...

  • Marzahn
  • 20.10.20
  • 63× gelesen
WirtschaftAnzeige
Die Intensivpflege am Schlosspark bietet höchste Pflegequalität.

Intensivpflege am Schlosspark GmbH
Versorgung rund um die Uhr

Seit wenigen Monaten steht die Intensivpflege am Schlosspark für Patienten mit schweren gesundheitlichen Problemen zur Verfügung und bietet höchste Pflegequalität durch speziell geschultes und qualifiziertes Fachpersonal im Bereich Intensivpflege. So werden hier beispielsweise Menschen mit der Nervenkrankheit ALS oder MS sowie Tracheostoma-Patienten oder Erkrankte im Wachkoma intensivpflegerisch betreut. Das Team besteht aus 22 Fachkräften, die allesamt über langjährige Berufserfahrung im...

  • Pankow
  • 20.10.20
  • 127× gelesen
WirtschaftAnzeige
Bei Max AutoWasch in der Romain-Rolland-Straße wird Ihr Auto blitzblank.
3 Bilder

Max AutoWasch überzeugt seine Kunden
Blitzeblank und völlig entspannt! So muss Autowäsche heute sein!

Wer mit seinem Wagen bei Max AutoWasch auf das Gelände in der Romain-Rolland-Straße, direkt neben Kaufland, fährt, bemerkt schnell, dass hier besondere Leistung für die Autopflege geboten wird: Neben blitzblanker Autowäsche wartet eine großzügige Staubsaugerhalle mit Mattenreinigungsautomaten auf die anspruchsvollen Kunden. Schaut man auf die Autofahrer, die ihre Fahrzeuge hier pflegen lassen, so blickt man ausnahmslos in sehr zufriedene und überzeugte Gesichter! „Unsere Kunden freuen sich...

  • Heinersdorf
  • 14.10.20
  • 233× gelesen
Bauen und WohnenAnzeige
Auf 2.500 Quadratmetern finden Sie über 80 Küchen der namhaftesten Küchenhersteller.
9 Bilder

MACO Spezial Küchenfachmarkt
Hier werden Küchenträume wahr!

Seit 1992 ist MACO nun schon am Standort in der Egon-Erwin-Kisch-Straße 76 zu finden. Anfangs noch mit einem Vollsortiment, entwickelte sich das Haus aber mit der Nachfrage seiner Kunden weiter und wurde Ende 2018 einmal komplett auf den Kopf gestellt und zu einem modernen und anspruchsvollen Küchenfachmarkt umgebaut, der dann am 8. Februar 2019 groß eröffnete. Auf 2.500 Quadratmetern finden Sie nun über 80 Küchen der namhaftesten Küchenhersteller. Von der Landhausküche, über die moderne...

  • Neu-Hohenschönhausen
  • 13.10.20
  • 117× gelesen
WirtschaftAnzeige
Susanne Quentin

Aktuell Lohnsteuerhilfeverein e.V.
So wird die Steuererklärung zum Kinderspiel!

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende und die Steuererklärung 2019 ist noch nicht fertig? Sie denken mit Grauen an die Erklärung und schieben diese immer wieder hinaus? Die Steuergesetzgebung verändert sich ständig. Oft fehlen die Fach- und PC-Kenntnisse oder ganz einfach die Zeit. Der Gedanke, ganze Tage oder sogar Wochenenden zu opfern, schreckt dermaßen ab, dass viele gleich ganz auf die Abgabe der Steuererklärung und damit auch auf eine Steuererstattung verzichten (durchschnittlich 1.027 €...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 13.10.20
  • 178× gelesen
WirtschaftAnzeige
Sabine Kroszinski verwöhnt kleine und große Hunde.
3 Bilder

Hundesalon Fell- und Pfötchenpflege
Das Wohlbefinden Ihres Hundes steht bei mir an erster Stelle

Ein Hund ist mehr als ein Haustier. Ein Hund ist Freund, Partner und Familienmitglied zugleich. Er begleitet uns durch das Leben, schenkt uns Liebe und ist uns vertrauter als so mancher Mensch. Ob Rassehund oder Mischling – geben Sie Ihrem Tier die Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Pflege, die es verdient. Hunde sind sensible, feinfühlige Tiere. Ich achte auf eine stressfreie Atmosphäre und stelle das Wohlbefinden Ihres Hundes an erster Stelle. Mit Geduld und Liebe werden Ihre Schützlinge...

  • Treptow-Köpenick
  • 14.10.20
  • 141× gelesen
Bauen und WohnenAnzeige
Raumausstattermeister Frank Burneleit und seine Mitarbeiter beraten Sie gern und um die Verschönerung Ihres Heims.
3 Bilder

Raumausstattung Staeck & Burneleit
Alles aus einer Hand!

Wir stellen uns als leistungsstarker Partner im Bereich der Raumausstattung vor. Unsere Firma arbeitet seit mehr als 70 Jahren als Meister-, Innungs- und Ausbildungsbetrieb sehr erfolgreich in Berlin. Geschäftsführer und Raumausstattermeister Frank Burneleit beschäftigt sich im Betrieb mit Beratung, Verkauf, Einkauf, Marketing und Buchhaltung. Die Handwerksarbeiten führen die bestens ausgebildeten Mitarbeiter des Unternehmens aus. Unsere Kunden sind bis zu 70 % Privatkunden. Wir planen und...

  • Friedrichshain
  • 13.10.20
  • 92× gelesen
Bauen und WohnenAnzeige
Polstermöbel direkt vom Hersteller - dafür steht Kamenzer Polsterhimmel.
2 Bilder

Kamenzer Polsterhimmel
Polstermöbel direkt vom Hersteller

Seit über 100 Jahren produzieren wir Polstermöbel aus hochwertigen Materialien im klassischen Design mit modernen Möbelstoffen und verhelfen den Kunden zu mehr Lebensqualität. Von der Planung bis hin zur Lieferung mit Polstermöbeln – Made in Kamenz – , die den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht werden und die sich optisch perfekt in die eigenen vier Wände einfügen. Jedes Möbel aus unserer hauseigenen Fertigung – angefangen vom Gestellbau bis zum fertig gepolsterten Sofa – kann mit viel...

  • Weißensee
  • 13.10.20
  • 257× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen