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Immer wieder Flickwerk: Schlaglochsanierung ist Dauerproblem

Eines von vielen Schlaglöchern, hier an der Holzmarktstraße.
Eines von vielen Schlaglöchern, hier an der Holzmarktstraße. (Foto: Thomas Frey)

Wenn der Winter geht, kommen die Schlaglöcher. Die kalte Jahreszeit sorgte für neue Schäden. Dazu kommen alte, nicht nur auf Straßen, sondern auch auf Rad- und Gehwegen.

Alle Jahre wieder bewegt sich auch der aktuelle Ausbesserungsbedarf in Friedrichshain-Kreuzberg bei ungefähr zehn Millionen Euro. Ihm stehen rund 2,4 Millionen Euro gegenüber, die zum Kampf gegen die Schlaglöcher eingesetzt werden können. Sie kommen je zur Hälfte aus Senats- und Bezirksmitteln. Ihr Einsatz sei aber häufig nicht besonders nachhaltig, meint Tiefbauamtsleiter Helmut Schulz-Herrrmann.

Gefahrenquellen und manche weiteren Unebenheiten können damit zwar geflickt werden. Oft allerdings mit dem Ergebnis, dass sich in der Nähe oder an gleicher Stelle einige Jahre später erneut ein Loch auftut. Ein Flickenteppich, der vor allem für Flickwerk steht.

Zielführender wäre die zusammenhängende Sanierung größerer Bereiche, meint Schulz-Herrmann und nennt als Beispiel die Petersburger Straße. Die sei inzwischen eine einzige Buckelpiste. Dort aber in die Vollen zu gehen, würde rund sechs Millionen Euro kosten. Abgesehen davon, dass so einer Investition eine lange Vorplanung vorgeschaltet ist. Dazu kommen Verkehrseinschränkungen während der Bauzeit.

Bezirk fehlen Bauingenieure

Wo das passiert sei, wäre erst einmal Schlaglochruhe, sagt der Tiefbauamtsleiter und verweist auf Abschnitte der Karl-Marx-Allee, die im Zuge der U-Bahnarbeiten generalüberholt wurden. Anderswo auf der Magistrale bestehe dagegen fast jedes Jahr Handlungsbedarf. Solche Großvorhaben würden eher Wunschdenken bleiben. Zunächst gehe es um Schadensbegrenzung.

Selbst die ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Das liegt inzwischen weniger am Geld, als an fehlendem Personal. In seiner Abteilung seien vier Stellen für Bauingenieure unbesetzt, erklärt Helmut Schulz-Herrmann. Solche Fachkräfte ließen sich aktuell kaum finden. Sie werden aber benötigt, um die Aufträge auszuschreiben und zu begleiten. Und das an vielen Stellen: an der Yorck-, Blücher- oder Urbanstraße, entlang der Holzmarktstraße, Landsberger- und Stralauer Allee – um nur einige Schlaglochschwerpunkte zu nennen.

Eines von vielen Schlaglöchern, hier an der Holzmarktstraße.
Rad- und Gehwegunebenheiten gehören ebenfalls zur Schadensbilanz im öffentlichen Straßenland. Dieses Beispiel fand sich an der Gneisenaustraße.
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