Der Görli in Orange: BSR sorgt ab kommendem Sommer für die Müllentsorgung

Kreuzberg. Zum Aufgabengebiet der Berliner Stadtreinigung (BSR) gehört künftig auch der Görlitzer Park. Ab Juni wird sie dort für das Aufsammeln von Müll und das Leeren der Papierkörbe verantwortlich sein.

Das wurde in einem neuen Unternehmensvertrag festgeschrieben, den der Senat und die BSR am 1. Dezember unterschrieben haben. Der zusätzliche Parkeinsatz betrifft nicht nur den Görli, sondern zwölf Grünfächen in Berlin. Der Müllentsorgungsauftrag läuft zunächst als zweijähriges Pilotprojekt. Der neue Vertrag gilt insgesamt bis 2030.

Wie häufig die Stadtreinigung den Park säubert muss jetzt noch geklärt werden. Der Bezirk hatte zuletzt dort nahezu täglich den Müll entsorgen lassen. Das war natürlich mit entsprechenden Kosten verbunden, von denen Friedrichshain-Kreuzberg jetzt entlastet wird. Nicht nur deshalb wird der Einsatz der BSR begrüßt.

Dass sich das landeseigene Unternehmen in dieser und weiteren Anlagen engagiert, hängt mit den Verhandlungen für den neuen Vertrag zusammen. Der Senat bekennt sich zur bisherigen Rechtsform der BSR und verschafft ihr eine langfristige Perspektive, erwartet aber im Gegenzug den Beweis ihrer Leistungsfähigkeit. Die können die Männer in Orange, so die Signalfarbe der Stadtreinigung, gerade im Görli gut unter Beweis stellen.

Außerdem waren die Landespolitiker anscheinend zu der Ansicht gelangt, dass gerade auch von Touristen stark frequentierte Grünanlagen ihren hoheitlichen Aufgaben zuzurechnen sind.

Seit 1. Dezember finden im Görli außerdem Bauarbeiten statt, die voraussichtlich bis Ende April dauern. Dabei geht es zunächst um eine Umgestaltung der Eingangsbereiche, vor allem entlang der Görlitzer Straße. Außerdem wird es dort zwei neue Zugänge für den Zulieferverkehr geben. Dadurch soll in Zukunft das Befahren der Parkwege möglichst ausgeschlossen werden.

Einige bisherige Eingänge zwischen Falckensteinstraße und Görlitzer Ufer werden gleichzeitig geschlossen. Dort sollen neue Pflanzen eingesetzt werden. Vorgesehen ist außerdem eine Erweiterung des Kinderbauernhofs sowie ab Frühjahr eine Neugestaltung des Spielplatzes am Rodelberg. tf

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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