Alles gesund im Mund?
Bezirksamt legt Bericht über Zahnzustand der Lichtenberger Kinder vor

Der Nachwuchs im Bezirk hat heute bessere Zähne als noch vor einigen Jahren. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur Zahngesundheit von Lichtenberger Kindern hervor, veröffentlicht vom Bezirksamt. Handlungsbedarf gibt es dennoch.

Das Bezirksamt Lichtenberg legt den Report jährlich vor, jetzt ist er für 2018 erschienen. Das Papier enthält die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen, zu denen der Zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes regelmäßig in die Kitas und Schulen kommt. Die Daten von drei-, sechs- und zwölfjährigen Kindern wurden sowohl auf gesamtbezirklicher Ebene als auch in Bezug auf einzelne Lichtenberger Stadtteile analysiert und dargestellt. 

Weniger Karies in Rummelsburg

Ergebnis: In allen drei Altersgruppen ist im Verlauf der vergangenen fünf Jahre der Anteil an Kindern mit behandlungsbedürftigen Gebissen gesunken. Andererseits belegt Lichtenberg in puncto kindliche Dentalgesundheit im berlinweiten Vergleich mittlere oder hintere Ränge. Deutlich bessere Zähne hat der Nachwuchs in Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick. Ähnlich kaputt oder schlechter sind sie in Spandau und Mitte.

Auch die Auswertung der 13 Lichtenberger Bezirksregionen zeigt Unterschiede. So hatten jeweils nur zehn Prozent der dreijährigen Kinder in der Rummelsburger Bucht und in Karlshorst schon Karies, während bei einem Drittel der Gleichaltrigen in Neu-Hohenschönhausen die Zähne bereits so geschädigt waren, dass es einer Behandlung bedurfte.

Es geht noch besser

„Der Bericht ist ein wichtiger Ausgangspunkt für unsere weitere Arbeit“, sagt Gesundheitsstadträtin Katrin Framke (parteilos für Die Linke.). „Auch wenn eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist, gibt es doch großen Handlungsbedarf. Dem werden wir in den nächsten Jahren mit konkreten Projekten zur Verbesserung der Zahngesundheit Lichtenberger Kinder begegnen.“

Gesundheitsamt und Zahnärztlicher Dienst haben aus den Erkenntnissen bereits Handlungsempfehlungen für Eltern, Erzieher, Lehrer und andere pädagogisch Verantwortliche formuliert. Außerdem fördert die Verwaltung Präventionsangebote wie „Kita mit Biss“ und „Vier Möhren“. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst wird bei Besuchen junger Eltern weiterhin Babyzahnbürsten verteilen.

Wer sich für Zahlen interessiert, findet den ganzen Bericht online unter https://bwurl.de/1471 zu finden.

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