Sonnenenergie für das Amtsgericht
Stadtwerke und BIM setzen neues Photovoltaik-Paket auch in Lichtenberg um

Das Amtsgericht Lichtenberg bekommt eine Solaranlage, installiert von den Berliner Stadtwerken im Rahmen einer Partnerschaft mit der BIM. | Foto: Berit Müller
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  • Das Amtsgericht Lichtenberg bekommt eine Solaranlage, installiert von den Berliner Stadtwerken im Rahmen einer Partnerschaft mit der BIM.
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Private Bauherren und Unternehmen machen’s schon lange, auch das Land Berlin lässt inzwischen immer mehr seiner Immobilien mit Solaranlagen ausstatten. Partner sind dabei die Berliner Stadtwerke, die gerade mit fünf neuen Projekten begonnen haben. Zwei der Gebäude, auf deren Dächern künftig Sonnenenergie gespeichert wird, stehen in Lichtenberg.

Im September haben die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und die landeseigenen Stadtwerke ein Photovoltaik-Paket für fünf Gebäude mit einer Gesamtleistung von 629 Kilowatt geschnürt. Die ersten Arbeiten begannen zwei Monate später und sollen in Kürze abgeschlossen sein. Sonnenenergie vom eigenen Dach bekommen danach die Kfz-Zulassungsstelle an der Ferdinand-Schultze-Straße in Alt-Hohenschönhausen und das Amtsgericht Lichtenberg in der Alfredstraße, das Oberstufenzentrum Lise Meitner in Gropiusstadt und zwei Turnhallen von Schulen in Prenzlauer Berg. Die mit 230 Kilowatt größte Anlage entsteht auf dem Gesundheits- und Sozialzentrum Moabit.

Dem Fünferpack vorausgegangen war eine Vereinbarung vom Juni, in der die BIM und die Stadtwerke erklärten, bis 2023 mehr als fünf Megawatt zusätzliche Solarleistung auf Dächern von Immobilien in Landesbesitz zu errichten. Damit verdoppeln die Stadtwerke die Summe der von ihnen seit 2016 installierten solaren Leistung. Geschäftsführerin Kerstin Busch betont, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der BIM ist. „Wir wollen und müssen angesichts der Berliner Klimaziele schnell vorankommen.“

Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM, zeigt sich zuversichtlich. „Die installierte Solarleistung in unserem Vermögen beträgt bereits etwa elf Prozent des berlinweiten Photovoltaikausbaus.“ Klimabilanz der fünf neuen Anlagen: Sie erzeugen im Jahr fast 550 Megawattstunden lokalen Ökostrom – so viel verbrauchen 228 Zweipersonenhaushalte – und vermeiden knapp 377 Tonnen CO2.

Die Leistung der zwei neuen Lichtenberger Anlagen reicht zwar jeweils nicht ganz für die komplette Energieversorgung der Gebäude aus. Den solaren Ertrag schätzt die BIM auf zusammen auf etwa 160 000 Kilowattstunden, was aber immerhin an die 90 Tonnen CO2-Einsparung bringt.

Energiebedarf von 470 Haushalten gespart

In Lichtenberg nutzt das Land Berlin dank Installationen der Stadtwerke bereits an etlichen seiner Liegenschaften die Energie der Sonne. Darunter sind so bekannte Gebäudekomplexe wie der Campus der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Alt-Friedrichsfelde, die Max-Taut-Schule am Nöldnerplatz, das Finanzamt in der Josef-Orlopp-Straße und das Schulsportleistungszentrum in der Fritz-Lesch-Straße. Auch die Polizeidienststellen in der Nöldner- und in der Pablo-Picasso-Straße sowie die Feuerwehrwache im Hausvaterweg in Falkenberg zählen dazu. Die Leistung von insgesamt 20 Anlagen in Lichtenberg summiert sich auf 1,8 Megawatt mit einem Ertrag von circa 1600 Megawattstunden pro Jahr. Das entspricht nach Angaben der BIM etwa dem jährlichen Strombedarf von 470 Dreipersonen-Haushalten und bringt über 940 Tonnen CO2-Einsparung.

Das Amtsgericht Lichtenberg bekommt eine Solaranlage, installiert von den Berliner Stadtwerken im Rahmen einer Partnerschaft mit der BIM. | Foto: Berit Müller
Das Amtsgericht in der Alfredstraße wird mit einer Photovoltaikanlage der Berliner Stadtwerke ausgestattet. | Foto: Berit Müller
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Berit Müller aus Lichtenberg

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