Bunte Schirme für Gleichberechtigung zum Behindertenparlament

Bunte Schirme auf dem Alice-Salomon-Platz. | Foto: KT
  • Bunte Schirme auf dem Alice-Salomon-Platz.
  • Foto: KT
  • hochgeladen von Klaus Teßmann

Marzahn-Hellersdorf. Bunte Regenschirme auf dem Alice-Salomon-Platz symbolisierten am Dienstag, 5. Mai, die Forderung des ersten Behindertenparlaments nach mehr Gleichberechtigung.

Rund 130 Teilnehmer hatten sich zum ersten Behindertenparlament angemeldet, um im Audimax der Alice-Salomon-Hochschule ihre Stärken, Hoffnungen und Wünsche vorzutragen. Sie sprachen sozusagen für die über 40 000 Menschen mit Behinderungen, die in Marzahn-Hellersdorf wohnen.

Auf dem Podium hörten die Stadträte und Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) den Anregungen der Einwohner mit Behinderungen zu. Es kamen vor allem kritische Hinweise zu den Pflegediensten. Das Angebot an Freizeitaktivitäten sei zu gering. Sozialstadträtin Dagmar Pohle (Linke) griff die Kritik auf. "Diese Hilfsdienste müssen so finanziert werden, dass sie auch ein Angebot in der Freizeit machen können", erklärte Pohle. Sie forderte eine Regelfinanzierung für die Mobilitätsdienste, damit sie den Betroffenen zu jeder Zeit auch als Begleitung zur Verfügung stehen. "Wir wollen keinen Menschen von Aktivitäten im Bezirk ausschließen", betonte die Sozialstadträtin. Dazu gehöre auch die Begleitung zu Kulturveranstaltungen am Abend.

Ähnlich argumentierte der Stadtrat für Bürgerdienste und Facility Management Stephan Richter (SPD) hinsichtlich der Kosten für den Schulneubau in Habichtshorst in Biesdorf. Der Neubau koste rund 900 000 Euro mehr. "Es ist am Ende die richtige Entscheidung. Wir wollen, dass alle Kinder optimale Bedingungen zum Lernen haben."

Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) stellte fest, dass es noch vieler solcher Veranstaltungen bedarf, "um die Interessen der Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen". Um Straßen und öffentliche Gebäude behindertengerecht umzubauen, benötige es viel Geld. Daher könne der Wandel nur in kleinen Schritten vollzogen werden. Ideen könnten an den Ausschuss für Gleichstellung und Menschen mit Behinderungen herangetragen werden. Komoß regte zudem an, dass ein Behindertenparlament wie die Senioren-BVV einmal im Jahr tagt.

Weitere Infos gibt es beim Behindertenbeauftragter Matthias Flender 902 93 20 56, matthias.flender@ba-mh.verwalt-berlin.de.
Klaus Tessmann / KT
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

BauenAnzeige
2024 war Richtfest für die Grundschule in der Elsenstraße. | Foto: SenBJF
7 Bilder

Berliner Schulbauoffensive 2016-2024
Erfolgsgeschichte für unsere Stadt

Die Berliner Schulbauoffensive ist nach wie vor eines der zentralen Projekte unserer Stadt. Mit aktuell mehr als 44.000 neu entstandenen Schulplätzen setzt die Offensive ihre Ziele erfolgreich um. So wurden von 2016 bis 2023 bereits 5 Milliarden Euro in moderne Bildung investiert. Auch in den kommenden Jahren wird das derzeit größte Investitionsvorhaben für Schulen fortgesetzt. Die Offensive geht weiter und führt zu einer dauerhaft verbesserten schulischen Umgebung für unsere Schülerinnen und...

  • Charlottenburg
  • 13.12.24
  • 252× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 180.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom baut Netz aus
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Ab Dezember starten die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Borsigwalde, Friedenau, Frohnau, Hakenfelde, Lichtenrade, Lübars, Mariendorf, Neu-Tempelhof, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau, Tegel, Waidmannslust, Wilhelmstadt und Wittenau. Damit können weitere rund 180.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant...

  • Borsigwalde
  • 11.12.24
  • 1.010× gelesen
WirtschaftAnzeige
Einstiegstüren machen Baden und Duschen komfortabler. | Foto: AdobeStock

GleichWerk GmbH
Seniorengerechte Bäder und Duschen

Seit März vergangenen Jahres ist die Firma GleichWerk GmbH in Kremmen der richtige Partner an Ihrer Seite, wenn es um den Innenausbau Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung geht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch seine Dienste für Hausverwaltungen an. Geschäftsführender Inhaber des Fachbetriebs ist Dennis Garte, der nach jahrelanger Berufserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, wobei er über ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern sowie angesehenen Handwerksfirmen verfügt....

  • Umland Nord
  • 04.12.24
  • 662× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 84.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom vernetzt
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten nun auch in Alt-Hohenschönhausen, Fennpfuhl, Friedrichsfelde, Friedrichshain, Karlshorst, Kreuzberg, Lichtenberg und Rummelsburg. Damit können nun rund 84.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2023 plant die Telekom insgesamt...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 11.12.24
  • 1.151× gelesen
KulturAnzeige
Blick in die Ausstellung über den Palast der Republik. | Foto: David von Becker
2 Bilder

Geschichte zum Anfassen
Die Ausstellung "Hin und weg" im Humboldt Forum

Im Humboldt Forum wird seit Mai die Sonderausstellung „Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ gezeigt. Auf rund 1.300 Quadratmetern erwacht die Geschichte des berühmten Palastes der Republik zum Leben – von seiner Errichtung in den 1970er-Jahren bis zu seinem Abriss 2008. Objekte aus dem Palast, wie Fragmente der Skulptur „Gläserne Blume“, das Gemälde „Die Rote Fahne“ von Willi Sitte, Zeichnungen und Fotos erzählen von der damaligen Zeit. Zahlreiche Audio- und Videointerviews geben...

  • Mitte
  • 08.11.24
  • 2.034× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.