Förderverein sammelt weiter
Schloss-Informationscenter mit großem Stadtmodell

Das Stadtmodell um 1900.
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  • Das Stadtmodell um 1900.
  • Foto: Förderverein Berliner Schloss
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Nach der Schließung der Humboldt-Box und einem kurzen Zwischenaufenthalt am Werderschen Markt 12 informiert der Förderverein Berliner Schloss e.V. jetzt wieder direkt am Humboldt Forum genannten Schlossnachbau über das Megaprojekt und sammelt Spenden.

Das neue „Infocenter Berliner Schloss“ steht direkt vor der Lustgarten-Fassade am Schlossplatz. Gegenüber vom Berliner Dom können Besucher die Ausstellung in insgesamt 200 Quadratmeter großen Containern sehen. In dem Ausstellungsraum steht ein historische Stadtmodell von Berlin um 1900. Außerdem gibt es Filme zur Geschichte des Schlosses und aktuelle Aufnahmen vom Schloss-Wiederaufbau sowie große Modelle aus Gips und Sandstein, die das Können heutiger Bildhauer bei der Rekonstruktion der barocken Schlossfassaden zeigen. In einem Schubladenmodell kann man sich über das Nutzungskonzept des Gebäudes als Humboldt Forum informieren. Der Schlossnachbau soll ab September in Betrieb gehen.

Der Förderverein Berliner Schloss sammelt in dem Infocontainer auch Spenden. Der Förderverein setzt sich seit 1992 für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses ein. Der Palast der Republik, der 1976 auf der Stelle des gesprengten Stadtschlosses eröffnet wurde, wurde von 2006 bis Ende 2008 abgerissen. Die Bauarbeiten für das jetzige Humboldt Forum in der Kubatur des Originalschlosses begannen 2012. Das Geld für die Rekonstruktion der Barockfassaden der früheren Hohenzollernresidenz sammelt der Förderverein. Von den 105 Millionen Euro seien 97 Millionen Euro Spenden eingegangen, teilt der Förderverein mit.

Der Humboldt Forum genannte Schlossnachbau soll Deutschlands größtes Kultur- und Museumszentrum werden. Nutzer im neuen Humboldt Forum werden die Staatlichen Museen mit den außereuropäischen Sammlungen, die Humboldt-Universität mit dem Humboldt-Labor und das Stadtmuseum, das eine Berlin-Ausstellung aufbaut. Die Schloss-Stiftung plant 1.000 Veranstaltungen im Jahr und rechnet mit drei bis vier Millionen Besuchern im Jahr. Die Baukosten liegen bei 620 Millionen Euro (Bund 483 Millionen Euro, Berlin 32 Millionen Euro).

Die neue Schlossausstellung an der Lustgartenfassade hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und wird voraussichtlich bis August bleiben. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen: www.berliner-schloss.de.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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