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Grundstein für 101 Wohnungen gelegt

Ute Sprickmann-Kerkerinck ist die Projektleiterin.
Ute Sprickmann-Kerkerinck ist die Projektleiterin. (Foto: Schilp)

Ursprünglich sollte der Wohnblock zwischen Briese- und Kienitzer Straße schon in diesem Jahr bezugsfertig sein, doch die Arbeiten haben sich verzögert. Am 15. Mai wurde nun der Grundstein für das Vorhaben der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land gelegt.

Viele Anwohner haben sich darüber gewundert, wie langsam es in den vergangenen Monaten auf der Baustelle vorangegangen ist. Gefühlte Ewigkeiten dauerte es, bis das leerstehende, alte Parkhaus abgerissen war und die eigentlichen Arbeiten beginnen konnten.

Projektleiterin Ute Sprickmann-Kerkerinck erklärt die Gründe: „Erstens haben wir an sehr versteckten Stellen Asbest gefunden, der entsorgt werden musste, zweitens hatten wir Probleme mit der Verkehrslenkung. Es war nicht einfach, uns mit der Dauerbaustelle auf der Karl-Marx-Straße zu koordinieren.“ Drittens kam eine Vorschriftenänderung hinzu. Über die U-Bahntunnel unter der Hermann- und der Karl-Marx-Straße durfte nur noch Gerät mit einer geringeren Achslast als zuvor rollen – also musste umgeplant werden.

Jetzt sind aber alle guter Dinge, dass es zügig vorangeht. Was ist geplant? Auf dem rund 3300 Quadratmeter großen Grundstück werden insgesamt 101 Mietwohnungen gebaut, 77 mit ein bis vier Zimmern. „30 sind gefördert und haben eine relativ geringe Einstiegsmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter“, so Ingo Malter, Geschäftsführer bei Stadt und Land. Darüber hinaus sind 17 Atelierwohnungen und sieben geräumige Wohnungen für WGs vorgesehen. Die Nachfrage ist hoch, bezogen werden kann das Ensemble voraussichtlich Anfang 2020.

Zur Grundsteinlegung war auch Regula Lüscher, Staatssekretärin bei der Senatsbauverwaltung, gekommen. „Ich kann mich noch gut an das Workshop-Verfahren 2014 erinnern“, sagte sie. „Damals gab es die schöne Idee, auf und in dem Parkhaus Wohnungen zu bauen, leider waren die Decken zu niedrig.“ Aber auch von den jetzigen Planungen der „EM2N Architekten“ sei sie begeistert. Besonders gefällt ihr, dass sich das L-förmige Gebäudeensemble nach innen zu einem großen, hellen Hof öffnet, auf dem sich die Bewohner treffen können. Hier verlaufen auch Laubengänge, über die die Mieter ihr Zuhause betreten.

„Diese Laubengänge sind ja hoch umstritten, wir wollen beweisen, dass sie gut funktionieren, wenn sie großzügig angelegt sind“, so Architekt Mathias Müller. Sprich: Sie werden rund drei Meter breit und vor den Fenstern der jeweiligen Wohnungen gibt es umzäunte Lichtschächte. Sie sorgen nicht nur für Helligkeit in den Räumen, sondern auch dafür, dass Vorübergehende einen bestimmten Abstand halten müssen.

Auch die Bewohner der benachbarten Häuser sollen von dem Neubau profitieren. Zur Kienitzer Straße hin soll es einen öffentlichen Platz geben. Ein Café im Erdgeschoss ist ebenfalls fester Bestandteil der Planungen.

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