"Bunt, vernetzt und vielfältig" - Kulturstaatssekretär Tim Renner lobt die Neuköllner Kulturarbeit

Entspannt unterhielten sich Tim Renner (rechts) und sein Gastgeber Jan-Christopher Rämer bei schönstem Wetter im Körnerpark.
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  • Entspannt unterhielten sich Tim Renner (rechts) und sein Gastgeber Jan-Christopher Rämer bei schönstem Wetter im Körnerpark.
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Neukölln. Der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, besuchte im Rahmen einer Bezirkstour am 12. Juni Kultureinrichtungen in Nord- und Süd-Neukölln. Durch den Bezirk führte ihn Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer.

Bei strahlendem Sonnenschein empfingen Bürgermeisterin Franziska Giffey und Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer (beide SPD) den Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, der seit April 2014 sein Amt innehat. Tim Renner wollte sich selbst ein Bild von Neukölln und seinen Kulturstätten machen und wurde dabei vom Kulturstadtrat begleitet. Erste Station des Besuchs war das YoungArts Neukölln mit der Jugendkunstschule in der Donaustraße 42.

Gemeinsam mit Künstlern, Schulen und der Neuköllner Kulturszene werden hier seit 2012 Workshops und offene Kurse für Kinder und Jugendliche in Schule und Freizeit entwickelt, um ihnen Zugang zur künstlerischen Arbeit zu ermöglichen. „Beeindruckt hat mich vor allem die Netzwerkbildung im Young Arts. Mit ihren Angeboten sprechen sie ganze Familien an“, sagte Tim Renner. Zweite Station seines Besuches war eine Mitmachausstellung des KinderKünsteZentrums in der Ganghoferstraße.
Ein Spaziergang über die Kulturmeile an der Karl-Marx-Straße führte anschließend zur kommunalen Galerie im Körnerpark in der Schierkerstraße 8. Hier besichtigten Tim Renner und Jan-Christopher Rämer die Ausstellung „Post-Soviet-Cassandras“. Künstlerinnen aus Russland, der Ukraine und Weißrussland setzen sich darin kritisch mit der gesellschaftlichen Situation in ihren Heimatländern auseinander. Großen Gefallen fand Tim Renner auch am schönen Körnerpark. Rämer informierte seinen Gast darüber, dass die von Franz Körner errichtete Parkanlage, die seit 2004 denkmalgeschützt ist, im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert – mit einem 100tägigen Festival, in das auch die Bevölkerung mit einbezogen werden soll.

Die Mitwirkung der hier lebenden Menschen an kulturellen Prozessen und Projekten, aber auch die vielfältigen dezentralen Kulturangebote des Bezirks waren danach Gesprächsthema des Gastgebers und seines Gastes. „Der Bezirk hat eine lange Periode der Dürre gut überstanden. Er hat jetzt einen gewachsenen Kern mit einem großen kulturellen Netzwerk“, erzählte Jan-Christopher Rämer seinem Gast. Erfrischt und sichtlich entspannt trat Tim Renner seinen abschließenden Besuch im Museum Neukölln auf dem Gutshof Britz an.
Schon bevor er das Schmuckstück im Süden des Bezirks in Augenschein nehmen konnte, stand seine Meinung fest: „Neukölln hat mich sehr angenehm überrascht. Was ich gesehen habe, entspricht keineswegs dem Image, das man sonst von diesem Bezirk kennt.“

SB

Autor:

Sylvia Baumeister aus Neukölln

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