Von Keksen und Samtpfoten
Ein Adventskalender zeigt, wie ideenreich und hilfsbereit die Neuköllner sind

Bürgermeister Martin Hikel (hinten) und Mitglieder der gemeinnützigen Gesellschaft ajb, die Kuscheltiere, Kinderkleidung und andere Sachen für den guten Zweck verkaufen.
  • Bürgermeister Martin Hikel (hinten) und Mitglieder der gemeinnützigen Gesellschaft ajb, die Kuscheltiere, Kinderkleidung und andere Sachen für den guten Zweck verkaufen.
  • Foto: Reiner Topel
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Ein Adventskalender der etwas anderen Art ist am 1. Dezember an den Start gegangen: Bis Heiligabend stellt das Bezirksamt jeden Morgen auf seiner Homepage Initiativen oder Gewerbetreibende vor, die etwas Gutes tun.

„In diesem verrückten Jahr will ich zum Abschluss ein paar Menschen und Orte zeigen, die für Solidarität und für Kiezkultur stehen. Die Mut machen und die dabei helfen, dass wir gemeinsam durch die Krise kommen“, sagt Bürgermeister Martin Hikel (SPD). Er hat viele gemeinnützige Organisationen besucht. Auch, um etwas Werbung für sie zu machen, denn den meisten sind wegen der Corona-Pandemie Einnahmen weggebrochen. Zum Beispiel, weil sie in diesem Jahr keinen Stand auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt aufbauen dürfen.

Als Beispiele mögen die ersten beiden Visiten dienen. Den Auftakt machte die gemeinnützige Gesellschaft für Jugendberatung und psychosoziale Rehabilitation (ajb). Sie hat sich für vier Monate zur Zwischennutzung in der Friedelstraße 38 eingemietet. Dort, wo normalerweise „Fräulein Frost“ Eis verkauft, gibt es nun Weihnachtsgeschenke: selbst genähte Baby- und Kinderkleider, Kunstwerke, Kekse aus der eigenen Backstube, Kuscheltiere, vegane Feinkost und mehr. Daneben stehen wechselnde Ausstellungen auf dem Programm, manchmal setzt sich auch ein Nachbar ans Klavier. Geöffnet ist dienstags und mittwochs von 10 bis16 Uhr, donnerstags und freitags von 13 bis 19 Uhr sowie sonnabends von 12 bis 16 Uhr.

Der 2. Dezember ist dem Tierschutzverein Samtpfoten Neukölln in der Schudomastraße 9 gewidmet. Dort leben durchgängig um die 15 Katzen, die abgegeben worden sind – immer häufiger, weil den Eigentümern Geld für Futter und Streu fehlt. Der Verein kümmert sich um die medizinische Versorgung und Pflege. Im Schnitt können die Schnurrer nach drei Monaten in ein neues Zuhause vermittelt werden. Informationen gibt es unter ¿68 40 82 70 oder kontakt@samtpfoten-neukoelln.com.

„Um alles zu zeigen, müsste ein Adventskalender mindestens 365 Tage haben. Trotzdem will ich so viele Menschen wie möglich besuchen, die den Neuköllner Kiezen ihre Identität geben“, so Bürgermeister Martin Hikel. Ein Türchen öffnet sich jeden Tag unter der Adresse www.berlin.de/ba-neukoelln.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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