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Schwimmen und nebenan lernen?: Machbarkeitsstudie zu Multifunktionsbad und Schule

Das Sommerbad Pankow soll, durch eine Schwimmhalle ergänzt, zu einem Multifunktionsbad werden.
Das Sommerbad Pankow soll, durch eine Schwimmhalle ergänzt, zu einem Multifunktionsbad werden. (Foto: Bernd Wähner)

Wann wird an der Wolfshagener Straße endlich die Idee von einem Multifunktionsbad umgesetzt? Das fragen sich viele Pankower. Man sieht zwar noch nichts davon. Aber in den Verwaltungen von Senat, Bezirk und Berliner Bäderbetrieben wird an der Umsetzung des Vorhabens emsig gearbeitet.

Das teilt Christian Gaebler (SPD), Berlins Staatssekretär für Inneres und Sport, auf Anfrage mit. An der Wolfshagener Straße 91-93 befindet sich das Sommerbad Pankow und auch eine Schwimmhalle gab es hier einmal.

Diese ist seit 2001 Geschichte. Viele Pankower möchten auch im Winter baden. Deshalb engagiert sich seit Jahren auch eine Bürgerinitiative dafür, dass es im Ortsteil wieder eine öffentliche Schwimmhalle gibt. Im Frühjahr 2014 präsentierten die Berliner Bäderbetriebe (BBB) eine erste Idee für ein sogenanntes Kombi-Bad auf dem Grundstück des bisherigen Sommerbades. Das hat immerhin stattliche 80 000 Quadratmetern Freifläche. Abgeordnetenhaus und Senat finden die Idee charmant und trieben die Idee eines Multifunktionsbades voran.

Allerdings ist davon auszugehen, dass eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe nötig ist. Doch wo sollte das Geld herkommen? Inzwischen ist eine Lösung gefunden. Der Senat stellt sogenannte SIWANA-Mittel zur Verfügung. Hinter diesen Großbuchstaben verbirgt sich das Förderprogramm „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“. Eigentlich hätte bereits mit dem Bauen begonnen werden können. Die Berliner Bäderbetriebe gingen davon aus, dass auf dem Sommerbad-Grundstück Baurecht besteht. Die Prüfung ergab aber, dass das nicht zutrifft, berichtet Staatssekretär Gaebler.

Deshalb muss nun erst einmal gemeinsam mit dem Bezirksamt Pankow im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens entsprechendes Baurecht geschaffen werden. Das nutzte das Bezirksamt gleich, um an die Bäderbetriebe einen Wunsch heranzutragen. Es solle im Rahmen des B-Planverfahrens gleich geprüft werden, ob auf dem landeseigenen Gelände zudem eine dringend benötigte Grundschule samt Sporthalle und Sportplatz gebaut werden könnten.

Die Bäderbetriebe erklärten sich bereit, das im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersuchen zu lassen. In dieser werden unter anderem auch Lärm- und Erschließungsfragen für einen Grundschul-Neubau untersucht. Es soll also bereits im Vorfeld geklärt werden, ob es möglicherweise zu Nutzungskonflikten kommen könnte. Die Machbarkeitsstudie soll noch im ersten Quartal 2018 vorliegen. Danach kann mit dem eigentlichen Bebauungsplanverfahren begonnen werden, erklärt Christian Gaebler.

Bezirksamt und BBB wollen beim Bebauungsplanverfahren eng zusammenarbeiten, so der Staatssekretär weiter. Wenn Baurecht geschaffen wurde, wird es aber noch etwa zwei Jahre dauern, ehe die BBB die Detailplanung fertig haben. Für die Bauphase sind dann weitere zwei Jahre veranschlagt.

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