Denunziert und mißhandelt
Martina Blankenfeld präsentiert szenische Lesung im Pankower Ratssaal

Ein besonderes Bühnenprojekt bringt Martina Blankenfeld vom 27. bis 29. Juni jeweils um 19 Uhr auf die Bühne im großen Pankower Rathaussaal, Breiten Straße 24a-26. In einer szenischen Lesung präsentiert sie ihr Geschichtsprojekt „Disziplinierung durch Medizin“.

Im Klinikum Buch, wie auch in anderen Einrichtungen, konnten in den frühen 70er-Jahren in der DDR Mädchen ab dem zwölften Lebensjahr in eine Abteilung zwangseingewiesen werden. Oft reichte dafür eine Denunziation oder der Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit, um von der Volkspolizei oder der Heimleitung einer Fürsorgeeinrichtung auf eine solche Station gebracht zu werden. Dort erfuhren Kinder und Jugendliche häufig Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung.

„Als soziale Gemeinschaft war man nicht in der Lage, Schutzbefohlene vor Bedrohung, Erniedrigung und Gewalt im medizinischen Bereich zu schützen“, meint Martina Blankenfeld. Ziel war es, die Opfer zu verwirren, in Angst zu versetzen, gewaltsam einzuschüchtern und zum Verrat an sich selbst zu verführen. Basierend auf eigene Erfahrungen hat Martina Blankenfeld diesen Teil Bucher Krankenhausgeschichte zu einer szenischen Lesung verarbeitet. Frei von jeglicher moralischen Hemmung zitieren die Protagonisten aus Originaldokumenten des ehemals städtischen Klinikums Berlin-Buch. Der Eintritt kostet fünf Euro, mit Berlinpass ist er frei.

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