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Bauarbeiten im Mauerpark: Wasserbetriebe haben alles für den neuen Speicher vorbereitet

Wo: Mauerpark, Bernauer Str., Berlin auf Karte anzeigen
Der Mauerpark ist nicht nur am Wochenende ein beliebtes Ziel.
Der Mauerpark ist nicht nur am Wochenende ein beliebtes Ziel. (Foto: Klaus Teßmann)

Prenzlauer Berg. Nach langen Diskussionen über die Zukunft des Mauerparks sind die Bauarbeiten zur Erweiterung der Parkfläche nun in vollem Gange.

Das Sportstadion soll erweitert werden, der Mauerpark wird in westlicher Richtung erweitert und unter ihm entsteht ein riesiger Speicher für Schmutzwasser. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Der SPD-Spitzenkandidat Klaus Mindrup hatte am Mittwoch, 16. August, Politiker vom Bezirk und Senat, Vertreter der Berliner Wasserbetriebe und von Grün Berlin zu einem Vororttermin in der Bernauer Straße eingeladen.

Ende Oktober soll mit dem unterirdischen Wasserspeicher begonnen werden. Dazu sagte der Vorstandsvorsitzende der Wasserbetriebe, Jörg Simon, „Es sind noch einige Genehmigungen einzuholen, aber Ende Oktober, Anfang November können wir starten.“ Die vergangenen Wochen mit starken Regenfällen hätten wieder einmal gezeigt, dass Berlin dringend Stauraum für Regenwasser benötigt. Das sei vor allem im Gleimtunnel deutlich sichtbar geworden. „Wir bauen in Berlin über 70 000 Kubikmeter Stauraum neu“, sagte Simon. „Unter dem Mauerpark entsteht ein Speicher von rund 7 500 Kubikmetern.“ Das Wasser wird erst einmal aufgefangen und kann dann langsam in die Spree abgepumpt werden. Für den Speicher wird unter dem Mauerpark ein Tunnel mit rund 4,20 Meter Durchmesser gebohrt. Nur der Eingang in der Bernauer Straße und die Endstelle am Gleimtunnel sind für die Besucher sichtbar. Das wird am Wochenende problematisch, wenn bis zu 50 000 Besucher in den Park strömen. Die Baustellen sollen daher an Wochenenden verkleinert werden, damit Besucher in den Park kommen können. Auch an die Rettungsfahrzeuge von Krankenwagen bis Polizei müsse gedacht werden. Rund zweieinhalb Jahre Bauzeit planen die Wasserbetriebe.

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) kam zwar nicht mit der gefüllten Geldschatulle. Dafür brachte er aber interessante Ideen ein. Kollatz-Ahnen verwies etwa auf ein Pilotprojekt, bei dem die Berliner Stadtreinigung zwölf Parkanlagen reinigt. Es soll um zwölf weitere ergänzt werden. Der Senator schlug vor, dass der Mauerpark künftig durch die BSR gesäubert werden solle.

Die Bauarbeiten am Jahnsportpark haben bereits begonnen. Dort werden neue Sportflächen für den Schulsport, für Vereine und auch für die private Nutzung entstehen. Im Wohngebiet gibt es einen großen Bedarf.

Grün Berlin bereitet zur Zeit die Erweiterung des Parks auf der Seite zur Wolliner Straße vor. Bisher geht es um Aufräumarbeiten. Das Gelände war früher einmal Güterbahnhof, dann Kohlenhof und schließlich haben dort Anwohner ihren Müll entsorgt. Nun sollen Liegewiesen, Spielplätze und ein neuer Flohmarkt entstehen, der allerdings auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Für das Kartoffelhaus als historisches Gebäude gibt es zwar Ideen aber noch kein Geld. Es fehlen noch Geschäftsräume, Gastronomie und sanitäre Einrichtungen. Zu den Ideen hinter den Bauarbeiten wird es in diesem Jahr noch Anwohnerversammlungen und Workshops geben. Bürgerinitiativen und Anwohner regelmäßig zu informieren und zu beteiligen, ist geplant. KT

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