Erheblicher Bedarf
Vor 20 Jahren startete das OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistungen

Kletke Möckelmann leitet das OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistungen, das den Namen Elinor-Ostrom-Schule trägt.
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Das Oberstufenzentrum (OSZ) in der Mandelstraße 6-8 ist etwas Besonderes unter den Berufsbildungseinrichtungen in der Stadt. Es bietet in erster Linie eine vollzeitschulische Ausbildung an.

In den meisten anderen OSZ gibt es zwar auch vollzeitschulische Ausbildungen, aber deren Schwerpunkt ist die theoretische Ausbildung von Lehrlingen im dualen Ausbildungssystem. Das OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistungen, das den Namen Elinor-Ostrom-Schule trägt und vor 20 Jahren gegründet wurde, sorgt dafür, dass es genügend Mitarbeiter in kaufmännischen Büroberufen gibt. Denn der Bedarf ist groß und nur wenige Betriebe können sich eine Ausbildung von Bürokaufleuten oder Kaufleuten für Bürokommunikation leisten. Viel lieber werden bereits fertig ausgebildete Mitarbeiter eingestellt.

„Weil es gerade in diesem Bereich über Jahre viel zu wenige Ausbildungsplätze gab, wurde ein Konzept für das OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistungen mit vollzeitschulischen Ausbildungsgänge entwickelt“, sagt Schulleiterin Kletke Möckelmann. „Die Auszubildenden verbringen fast ihre gesamte Lehrzeit am OSZ, nehmen aber immer wieder an betrieblichen und auch Auslandspraktika teil.“ Zum Ende der Ausbildungszeit absolvieren sie dann eine Prüfung vor der IHK, so wie es auch die Bürokaufleute oder Kaufleute für Bürokommunikation im dualen Ausbildungssystem machen müssen.

Damit die OSZ-Schüler sehr praxisnah an ihren künftigen Beruf herangeführt werden, arbeitet das OSZ mit dem Konzept des Lern-Büros. In diesen Modellfirmen geht es sehr praxisnah wie in einem richtigen Unternehmen zu. Das OSZ beschritt im Laufe der zurückliegenden zwei Jahrzehnte neue Wege in der Ausbildung. So kooperiert es mit der SAP AG und ist heute sogar SAP-Referenzschule. Die Software dieses Unternehmens wird heutzutage in den meisten Büros eingesetzt. „Die Auszubildenden erlernen den Umgang mit den Programmen und lernen deren Einsatz in den Modellunternehmen kennen“, erklärt die Schulleiterin Möckelmann.

Seit dem Schuljahr 2016/2017 kooperiert die Elinor-Ostrom-Schule außerdem mit der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule im Bereich der gymnasialen Oberstufe. Das heißt, dass die Schüler dieser Gemeinschaftsschule nach der zehnten Klasse in die gemeinsame Oberstufe wechseln, um dort ihre Hochschulreife zu erwerben.

Heute werden am OSZ Kaufleute für Büromanagement, Sport- und Fitnesskaufleute und ERP-Kaufleute ausgebildet. Dort können der mittlere Schulabschluss, die Fachhochschulreife sowie die allgemeine Hochschulreife erworben werden. Derzeit werden über 1000 Schüler am OSZ unterrichtet.

Zum 20. Gründungsjubiläum des OSZ organisierte die Schulgemeinschaft einen Spendenlauf zugunsten von zwei Projekten in Afrika. „Die Anregung kam von einem ehemaligen Lehrer der Schule, der sich inzwischen in Afrika engagiert“, sagt Kletke Möckelmann. Er baute mit Spenden aus Berlin bereits eine Schule in Tansania auf. Nun soll ein Schulneubau in Nigeria folgen sowie ein Projekt in einem Township in Südafrika. Immerhin 17 000 Euro kamen beim OSZ-Spendenlauf zusammen.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet auf www.oszeos.de.

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