Bezirksamt macht zwei Zufahrten zur Altstadt dicht
Die ersten Poller kommen

Noch stehen die Poller nicht. Aber ab 7. Oktober sperren sie hier die Zufahrt zum Marktplatz zu.
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  • Foto: Ulrike Kiefert
  • hochgeladen von Alexander Schultze

Poller sollen die Fußgänger in der Altstadt schützen. Nicht vor Anschlägen, sondern vor dreisten Autofahrern. Baustadtrat Bewig reagiert damit auf wiederholte Beschwerden. Die Durchfahrtssperre gilt ab dem 7. Oktober zunächst an zwei Zugängen zum Marktplatz.

Damit keine Autos mehr unberechtigt durch die Fußgängerzone in der Altstadt fahren, macht das Bezirksamt jetzt zwei Zufahrten dicht. Die zehn Poller – acht starre und zwei versenkbare – lässt das Straßen- und Grünflächenamt abgestimmt mit der Polizei hinter der Zufahrt Breite Straße Ecke Charlottenstraße sowie an der Ecke Carl-Schurz-Straße und Mönchstraße installieren. Dort kommt ab Montag, 7. Oktober, kein Autofahrer mehr durch. Feuerwehr und Rettungswagen sind ausgenommen, die haben einen Schlüssel. Lieferfahrzeuge, die auf den Marktplatz wollen, müssen zwischen 19 und 11 Uhr die anderen Ein- und Ausfahrten nutzen.

Staus werden über Breite Straße umfahren

„Anwohner und viele Gewerbetreibende in der Altstadt beklagen zu Recht, dass immer mehr Autos verkehrswidrig durch die Fußgängerzone fahren und so auf Kosten von Sicherheit und Ruhe ihren Fahrweg abkürzen“, erklärt Baustadtrat Frank Bewig (CDU). Beispiel Stabholzgarten. Wer dort im Stau steht, nutzt nicht selten die Breite Straße, um am anderen Ende der Altstadt zur Straße Am Juliusturm zu kommen. „Die Poller sind eine Gegenmaßnahme, um solche Durchfahrten und Abkürzungen künftig zu unterbinden“, sagt der Stadtrat, der die Poller-Maßnahme in Absprache mit den zuständigen Ämtern, der Polizei und dem Altstadtmanagement initiiert hat.

Denn der illegale Verkehr in der Altstadt ist schon lange ein Ärgernis. Dabei gilt in der Fußgängerzone außer für den Lieferverkehr und mit Behindertenparkausweis striktes Fahrverbot. Zufahrten sind örtlich nur begrenzt erlaubt, das heißt, bis zu bestimmten Hausnummern. Trotzdem sieht man immer wieder Autos, die auf dem Weg zur Apotheke, zur Bank oder zum Arzt quer über den Marktplatz rollen oder ordnungswidrig in den Gassen parken. Ordnungshüter und Polizei kommen den Falschfahrern offenbar kaum hinterher. Deshalb soll es langfristig bei den zehn Pollern nicht bleiben. So kündigt Stadtrat Bewig eine „große Lösung“ an, die aber erst in den kommenden Jahren im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes geplant ist.

Finanziert werden die ersten Poller aus dem Bezirkshaushalt. Kostenpunkt: rund 10.000 Euro.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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