Letzte Ehre für einsam Verstorbene
Zentrale Trauerfeier im Bezirk

Künftig soll es im Bezirk eine zentrale Trauerfeier für einsam verstorbene Menschen geben. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung im Februar beschlossen. Die Fraktionen folgten damit einem Antrag der CDU.

Demnach soll das Bezirksamt dafür sorgen, dass eine solchen Trauerfeier einmal im Jahr für die vom Gesundheitsamt „ordnungsbehördlich Bestatteten“ ausgerichtet wird. Die Feier sollte an einem Sonntag im Herbst oder Winter stattfinden und für Angehörige, Freunde und anteilnehmende Bürger offen sein.

Begründet wird der Beschluss damit, dass immer mehr Menschen auch in Steglitz-Zehlendorf einsam sterben. Wenn keine Angehörigen ausfindig gemacht werden können oder der Verstorbene keine Geld für eine Beerdigung hinterlassen hat, übernimmt der Bezirk eine ordnungsbehördliche Bestattung. Allein in Berlin wird etwa 3000 Menschen in dieser wenig feierlichen Form die letzte Ehre erwiesen, informiert die CDU-Fraktion in diesem Zusammenhang. Erstmals hätte in diesem Jahr das Bezirksamt Reinickendorf gemeinsam mit der Kirche und ehrenamtlichen Helfern im Rahmen einer öffentlichen Trauerfeier jenern Toten würdevoll gedacht. Steglitz-Zehlendorf sollte diesem guten Beispiel folgen.

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