Parken wird kostenpflichtig
Bezirk prüft zehn neue Zonen zur Parkraumbewirtschaftung

Die Parkraumbewirtschaftung in Tempelhof-Schöneberg schreitet voran. Wie die für Straßen zuständige Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) mitteilt, unterstützt die Senatsverkehrsverwaltung die Bezirke bei der Einführung neuer Zonen.

Dies geschieht im Rahmen des aktuell fortgeschriebenen Luftreinhalteplans des Landes Berlin. Der Fokus liegt dabei auf Gebieten, die innerhalb des S-Bahn-Rings liegen. Das Bezirksamt hat zehn Gebiete aufgelistet, in denen es ab diesem Sommer Machbarkeitsstudien ausschreiben wird. Diese werden mit ziemlicher Sicherheit zu weiteren Parkraumbewirtschaftungszonen führen. Entsprechende Mittel zur Durchführung dieser Studien stellt der Senat zur Verfügung.

Die betroffenen Gebiete sind Bayerischer Platz, Barbarossaplatz/Kleistpark, Großgörschenstraße, Rudolph-Wilde-Park, Kaiser-Wilhelm-Platz, Schöneberger Insel, Neu-Tempelhof, Schillerplatz/Cosimaplatz, Ceciliengärten und Grazer Platz. Ziel der Studie ist es, den Bestand der Gebiets- und Nutzungsstruktur, des Parkraumangebots und der Parkraumnachfrage sowie potenzielle Konflikte zu analysieren. Außerdem sollen die jeweiligen Konzeptionen zur Parkraumbewirtschaftung untersucht werden. Dazu zählen beispielsweise Bewirtschaftungszeiten, Gebührenhöhe und Standortverteilung der Automaten. Darüber hinaus sollen Kosten und Einnahmen kalkuliert sowie eine Prognose der verkehrlichen Wirkung erstellt werden.

Weitere Zone denkbar

Als „einen Erfolg grüner Verkehrspolitik“ wertete der Vorsitzende der grünen Fraktion in der BVV, Rainer Penk, die geplanten Maßnahmen. „Wir wissen, dass die Planung von Parkraumbewirtschaftungszonen regelmäßig zu heißen, kontroversen Diskussionen führt. Aber die Erfahrung lehrt uns auch, dass Parkraumbewirtschaftung den Anwohnern die Parkplatzsuche erleichtert, weil viele Besucher dadurch zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel motiviert werden“, erklärte er.

„Parkraumbewirtschaftung ist so auch ein Instrument zur Vermeidung von Fahrverboten, die ansonsten in vielen Innenstadtbereichen wegen der Luftverschmutzung unvermeidbar wären“, so Penk weiter. Neben den zehn Gebieten könnte auch zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße laut Heiß eine Zone entstehen.

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