Drehkreuz für sechs Millionen Wahlunterlagen
Größtes Briefzentrum in den östlichen Bundesländern liegt in Schöneberg

Hunderte von gelben Kisten haben Tag für Tag das Postzentrum verlassen. | Foto:  Deutsche Post DHL
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In diesen Tagen haben die Berliner ihre Benachrichtigungen für die Europawahl am 9. Juni bekommen. Was kaum jemand weiß: Bei dem Versenden der Unterlagen spielt das Briefzentrum Berlin-Tempelhof eine zentrale Rolle.

Seinem Namen zum Trotz liegt es aber gar nicht im Ortsteil Tempelhof, sondern in Schöneberg – nämlich an der Eresburgstraße, ganz in der Nähe vom Sachsendamm. Von dort aus haben sich fast sechs Millionen Wahlbenachrichtigungen auf den Postweg gemacht. Verschickt wurden sie in Berlin und in die anderen östlichen Bundesländer.

Allgemein wird die Deutsche Post bei Wahlen immer wichtiger, denn der Anteil der Briefwähler steigt stetig. Gaben vor 20 Jahren noch knapp zwölf Prozent der berechtigten Menschen ihre Stimme auf diesem Weg ab, waren es 2019 bereits über 28 Prozent. Bei der Bundestagswahl im Coronajahr 2021 lag der Anteil der Briefwähler sogar bei 47,3 Prozent.

Wer auch am 9. Juni nicht persönlich zur Urne gehen möchte, kann die Briefwahlunterlagen bei Erhalt der Wahlbenachrichtigung anfordern. Die Papiere bestehen aus einem Wahlschein, einem Stimmzettel des jeweiligen Wahlkreises, einem Stimmzettelumschlag, einem hellroten Wahlbriefumschlag und einem Merkblatt. Sind die Kreuze gemacht, ist der hellrote Umschlag einfach in einen Briefkasten zu werfen oder in einer Postfiliale abzugeben. Damit er rechtzeitig ankommt, sollte das spätestens drei Tage vor dem Wahlsonntag geschehen. Porto wird nicht fällig.

Weitere Informationen finden sich unter www.deutschepost.de/briefwahl.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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