Bezirksamt muss sich Einwohnerversammlung stellen
Damwild bleibt noch im Park

Das letzte Wort um die Zukunft des Damwildgeheges im Franckepark ist noch nicht gesprochen. In der BVV-Sitzung am 12. Dezember wurde ein Antrag der Linksfraktion beschlossen, der das Bezirksamt dazu verpflichtet, das Areal bis zu einer voraussichtlich im Februar stattfindenden Einwohnerversammlung nicht anzurühren.

Zuvor hatte der BV-Vorsteher Stefan Böltes (SPD) darüber informiert, dass die formellen Voraussetzungen für eine Einwohnerversammlung erfüllt werden konnten. So hatte mehr als ein Drittel der BVV-Mitglieder den Antrag der Bürger mit ihrer Unterschrift unterstützt.

„Wir begrüßen, dass nun endlich auch die Anwohnerschaft mit in diesen Entscheidungsprozess eingebunden wird“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Steuckardt. „Ohne unseren Druck auf das Bezirksamt wäre das Gehege bereits klammheimlich plattgemacht worden.“

Auch der Bezirksverordnete der Linken, Martin Rutsch, hatte in seinem Antrag einen Umsetzungsversuch der Tiere am 14. November erwähnt, der „mit Wissen des Bezirksamts geschah“. Wildexperten zufolge sollte Damwild jedoch erst nach dem Abwurf des Geweihs Ende April oder Anfang Mai umgesiedelt werden, da sonst eine Verletzungsgefahr bestehe.

Mit dem vorläufigen Aufschub der von Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) geplanten Gehegeauflösung und Umsiedlung der elf verbliebenen Tiere ins Glauer Tal nach Brandenburg haben die Befürworter des jetzigen Standortes etwas Zeit gewonnen.

Ob sich damit auch die Chancen erhöht haben, dass das Damwild, wie von der CDU gefordert, dauerhaft im Franckepark bleiben wird, ist unklar. „Die Einwohnerversammlung soll nicht dazu dienen, die Menschen vor vollendete Tatsachen zu stellen“, mahnte daher Martin Rutsch vorab.

„Das Bezirksamt hat bislang leider immer nur erklärt, was alles nicht geht, anstatt aufzuzeigen, was alles nötig wäre, um den Fortbestand zu sichern. Andere Bezirke wie Neukölln mit dem Tierpark Neukölln und Mitte mit den Tiergehegen in den Rehbergen sind viel engagierter vorgegangen, um die einst nicht optimalen Bedingungen wieder zu verbessern,“ bedauerte der CDU-Verordnete Christian Zander.

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