A 100 zügig weiterbauen
Nach Riss in der Elsenbrücke fordert Bürgermeister die Verlängerung der Stadtautobahn

Die Teilsperrung der Elsenbrücke bescherte Teilen Friedrichshains und Alt-Treptow ein Verkehrsproblem.
  • Die Teilsperrung der Elsenbrücke bescherte Teilen Friedrichshains und Alt-Treptow ein Verkehrsproblem.
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Diese Forderung wird sicher nicht alle Mitglieder der rot-rot-grünen Senatskoalition gefreut haben. Kurz nach der Teilsperrung der Elsenbrücke fordert Treptow-Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel (SPD) den zügigen Weiterbau der Stadtautobahn A 100.

„Die Probleme mit der Elsenbrücke zeigen uns, in was für einem Dilemma wir stecken. Da brauchen wir nicht den Bau einer Behelfsbrücke an dieser Stelle. Dann wird dort in ein paar Jahren wieder gebaut und die Autofahrer stehen in unserem schönen Treptower Park im Stau. Der Weiterbau der A 100 nach Friedrichshain ist im Bundesverkehrswegeplan bereits enthalten. Wir sollten dafür jetzt das Planfeststellungsverfahren in die Wege leiten“, sagt Oliver Igel auf Nachfrage.

Kurz nachdem Igel diese Idee erstmals in der Berliner Zeitung öffentlich gemacht hatte, hagelte es bereits Kritik von den Koalitionspartnern und aus der eigenen Partei. Auch Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen) hatte den Autobahnplänen des SPD-Politikers schnell eine Absage erteilt. Davon zeigt sich der 40-Jährige, der seit sieben Jahren auf dem Bürgermeisterstuhl im Köpenicker Rathaus sitzt, unbeeindruckt. „Das Basta der Senatorin hilft unserem Bezirk ja nicht weiter. Wenn es im Bereich der Elsenbrücke keine vernünftige Lösung gibt, haben wir im Treptower Norden dauerhaft ein Verkehrsproblem. Deshalb brauchen wir hier die Verlängerung der Autobahn. Das ist jetzt mein Basta“, sagt Oliver Igel kämpferisch.

In den nächsten Tagen hat der Rathauschef ohnehin ein Gespräch mit der Verkehrssenatorin, da werden die Themen Elsenbrücke und Autobahnverlängerung sicher mit angesprochen. Igel wirbt inzwischen um Verständnis für seine Idee. „Die Grünen und Teile meiner Partei sind nur aus ideologischen Gründen gegen den Autoverkehr und gegen eine Verlängerung der Autobahn. Es wird Zeit, diese ideologischen Scheuklappen abzulegen“, so Igel.

Derzeit wird seit 2013 am Bauabschnitt 16 der Stadtautobahn gebaut, ab 2022 soll diese bis zur Anschlussstelle Treptower Park führen. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 wurden der 16. und 17. Bauabschnitt zur Storkower Straße zusammengefasst und bereits als „Im Bau“ gekennzeichnet. Während CDU, FDP, AfD und Teile der SPD für den Weiterbau sind, lehnen die Linke und Bündnis 90/Grüne die Verlängerung der Stadtautobahn ab.

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