Sheriffs für die Parkanlagen
Bezirke bekommen Geld für Parkmanager - Mitte überlegt, wo sie eingesetzt werden

Im Schillerpark in Wedding gibt es eine Plansche, auch ein Einsatzgebiet für einen zukünftigen Parkmanager.
  • Im Schillerpark in Wedding gibt es eine Plansche, auch ein Einsatzgebiet für einen zukünftigen Parkmanager.
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Im Görlitzer Park gibt es seit zwei Jahren einen Parkmanager, der in der Grünanlage unterwegs ist und vor allem den Drogendealern das ungestörte Geschäft vermiesen soll. Jetzt kommen Aufpasser in viele weitere Grünanlagen.

Rot-Rot-Grün hat im Nachtragshaushalt sechs Millionen Euro für den Titel „Umsetzung der Strategie Stadtlandschaft“ beschlossen. Das Geld soll schon 2019 für „ein Pilotprojekt“ in die Bezirke fließen. Nach dem Vorbild im Görlitzer Park in Kreuzberg sollen jetzt auch andere problematische Grünflächen sogenannte Parkmanager bekommen. Rund 500 000 Euro erhält jeder Bezirk. Damit könnten laut Senatsumweltverwaltung rund sechs Stellen finanziert werden. Die Bezirke sollen bis Februar der Senatsverwaltung melden, wo sie Parkmanager einsetzen wollen.

Fast alle Bezirke haben schon konkrete Grünflächen benannt, in denen ein Grün-Sheriff patrouillieren soll. In Friedrichshain-Kreuzberg stehen zum Beispiel der Volkspark Friedrichshain und der Viktoriapark auf der Liste, in Prenzlauer Berg der Mauerpark, in Treptow-Köpenick die Wuhlheide und in Neukölln Hasenheide, Thomashöhe und Lessinghöhe. Aus dem Bezirksamt Mitte gibt es noch keine konkreten Einsatzpläne für die Parkmanager. „Die Senatsverwaltung hat die Bezirke zum nächsten Monat um konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Vorhaben gebeten. Sobald diese Abstimmung abgeschlossen ist, können auch weitere Informationen erfolgen“, lässt die zuständige Stadträtin Sabine Weißler (Grüne) über die Pressestelle ausrichten.

„Die Parkmanager sollten in den großen Parks wie im Volkspark Rehberge oder im Großen Tiergarten beginnen“, sagt Taylan Kurt von der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte. Er findet die Idee gut und will auf jeden Fall, „dass die Parkmanager vor Ort sind und nicht im warmen Büro sitzen“. Ein Parkmanager könnte auch mehrere kleinere Grünanlagen betreuen, so Kurt. Ob sie aus den Grünflächenämtern kommen oder neu eingestellt werden, ist offen.

Silke Gebel, Fraktionschefin der Grünen im Abgeordnetenhaus, könnte sich vorstellen, dass ältere Mitarbeiter aus den Grünflächenämtern, die nicht mehr körperlich arbeiten können, den Job machen. „Die kennen sich in den Parks am besten aus“, so Gebel. Die Politikern ist Mutter ein vierjährigen Tochter und wohnt am Volkspark Weinbergsweg. Sie ärgert sich jedes Mal über die Hundebesitzer, die dort ihre Tiere trotz Verbot frei herumlaufen lassen.

Dies zu unterbinden und auf die Hundebesitzer einzuwirken, soll eine Aufgabe der Parkmanager sein. Sie sollen dafür sorgen, dass alle im Park miteinander auskommen und Vandalismus sowie Vermüllung verhindern. Drogendealer wird es auch nicht freuen, wenn jeden Tag ein Parkmanager den Park kontrolliert. Laut Kurzbeschreibung des Pilotprojektes soll das Geld nicht nur für die Parkmanager, sondern auch für die „Schaffung der dafür erforderlichen Infrastruktur (Ansprechpunkt usw.)“ sein. Das heißt, die Parkhausmeister bekommen kleine Pavillons? Wenn es regnet, könnten sie darin den Kindern die Natur erklären. Schließlich sind die Gelder für „pädagogisch versiertes Personal“ vorgesehen.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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