Treffpunkt für Regenbogenfamilien
Bezirk fördert neues Zentrum mit eigenen Mitteln

Die geschäftsführende Leiterin des Familienzentrums Constanze Körner und Bürgermeister Michael Grunst unterzeichnen die Papiere zur Gründung des Lichtenberger Regenbogenfamilienzentrums.
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  • Die geschäftsführende Leiterin des Familienzentrums Constanze Körner und Bürgermeister Michael Grunst unterzeichnen die Papiere zur Gründung des Lichtenberger Regenbogenfamilienzentrums.
  • Foto: Bezirksamt Lichtenberg
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Der Bezirk hat jetzt sein eigenes Regenbogenfamilienzentrum.

Eröffnet wurde es in Kooperation von Bezirksamt und Verein Lesben Leben Familie (LesLeFam) an der Dolgenseestraße 21. In Lichtenberg leben schätzungsweise bis zu 30 000 Lesben, Schwule, Trans- und Interpersonen, berichtet Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Viele wünschen sich eine Familie oder leben bereits als Familie mit Kindern. Sogenannte Regenbogenfamilien sind vielfältig.

Viele wünschen sich den Austausch. Oder sie haben Fragen und brauchen Beratung. Deshalb beantragte das Bezirksamt Fördermittel beim Senat, um ein Zentrum und einen Treffpunkt aufzubauen. „Beim Senatsprogramm kam Lichtenberg aber leider nicht zum Zuge“, erklärt Grunst. „Deshalb finanzieren wir es.“ In Berlin gibt es bereits zwei landesfinanzierte Regenbogenfamilienzentren, und zwar in Schöneberg und in Friedrichshain. „Der Weg zur Familiengründung ist für Regenbogenfamilien selten leicht, denn die rechtlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sind kompliziert und von Diskriminierungen geprägt“, erklärt Constanze Körner, geschäftsführende Leiterin des Zentrums. „Ein Zentrum speziell für sie kann auf den besonderen Beratungsbedarf eingehen und Vernetzungsangebote bereithalten.“

Pädagogische Leiterin ist Daniela Kühling. „Wir machen natürlich zum einen Angebote für Familien, wie andere Familienzentren auch“, sagt sie. Dazu gehören Eltern-Kind-Frühstücks-Treffen oder Themenabende für Eltern. Zum anderen gibt es spezielle Angebote, wie Kinderwunsch- und Familiengründungstreffen, Einzelberatungen zu rechtlichen Fragen oder auch Gruppentreffen für nichtleibliche Eltern. Fast alle Angebote finden während der Pandemie online über die Plattform Zoom statt. Wenn Gruppentreffen wieder möglich sind, stehen die Räume an der Dolgenseestraße zur Verfügung. Für dringenden Beratungsbedarf ist eine Hotline unter Telefon 0162/786 35 28 und Telefon 58 68 21 29 eingerichtet.

Weitere Informationen unter regenbogenfamilien@leslefam.de sowie auf www.leslefam.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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