Kunst im Freien und im Netz
Dezentrale Ausrichtung des 48-Stunden-Festivals entpuppt sich als riesiger Vorteil in Corona-Zeiten

So kann Kunst im öffentlichen Raum aussehen: Momenta heißt das Werk von Jennis Li Cheng Tien, das 2020 im Hof des Passage-Kinos gezeigt wurde.  | Foto: Foto: Tanja Schnitzler
  • So kann Kunst im öffentlichen Raum aussehen: Momenta heißt das Werk von Jennis Li Cheng Tien, das 2020 im Hof des Passage-Kinos gezeigt wurde.
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Trotz der Unsicherheit wegen Corona können beim Festival „48 Stunden Neukölln“ rund 200 Kunstprojekte umgesetzt werden. Einen Ausblick auf das Kulturereignis, das unter dem Motto „Luft“ steht und vom 18. bis 20. Juni stattfinden soll, gab Kulturstadträtin Karin Korte (SPD).

Auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung beantwortete sie damit eine Anfrage der SPD-Fraktionsvorsitzenden Cordula Klein, die wissen wollte, wie es um das Festival bestellt ist. Die wichtigsten Punkte: Um auf die pandemiebedingte Situation reagieren zu können, seien die 48 Stunden wie bereits im vergangenen Jahr als hybrides, also gemischtes Format konzipiert, berichtete Korte. „Die Mehrheit der Projekte wird digital als virtuelle Ausstellung, Video-on-Demand oder Livestream zu erleben sein“, erklärte die Stadträtin.

Im Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst wird mit „Prisma“ eine zentrale Gruppenausstellung laufen. Im Hinblick auf die einzuhaltenden Hygiene- und Abstandsregeln dürfen sich auf der 400 Quadratmeter großen Fläche nur acht Personen gleichzeitig aufhalten. Es wird zahleiche Schaufensterausstellungen geben, eine Kunstpräsentation in den Neukölln Arcaden, Installationen im öffentlichen Raum wie zum Beispiel auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens am Dammweg. „Dort kann Kunst kontaktarm bei einem Spaziergang entdeckt werden“, so die Stadträtin.

Korte wies auch auf das Projekt „Echo-Stimmen aus der Isolation“ im Kreativraum Körnerpark hin. Dort werden Arbeiten von Künstlern mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen präsentiert. „Sie sind von allen Kunstschaffenden diejenigen, die am stärksten unter den Folgen der Pandemie zu leiden hatten“, so Stadträtin. Die dortige Ausstellung soll auch noch in den Sommerferien mit Termin und Vermittlungsprogramm zu besuchen sein.

Die Dezentralität des Festivals sei ein großer Vorteil, der ermögliche bei entsprechend niedriger Inzidenz den Besuch der vielen kleinen Galerien und Ausstellungsräume, sagte Korte – „natürlich nur mit negativem Test und vorheriger Terminbuchung“. Auf jeden Fall werde die Festivalorganisation alle Anstrengungen für einen reibungslosen, sicheren Verlauf unternehmen. Was bisher in den 48 Kunst-Stunden geplant ist, steht im Internet auf 48-stunden-neukoelln.de.

Autor:

Ulrike Martin aus Neukölln

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