Was geht und was geht nicht?
Im November wird das öffentliche Leben auch in Reinickendorf stark heruntergefahren

Di australische Formation „The Tap Pack“ sollte eigentlich am 22. November im Ernst-Reuter-Saal gastieren. Ihre Fans müssen jetzt ein Jahr warten. Der Auftritt wurde auf den 21. November 2021 verlegt.
  • Di australische Formation „The Tap Pack“ sollte eigentlich am 22. November im Ernst-Reuter-Saal gastieren. Ihre Fans müssen jetzt ein Jahr warten. Der Auftritt wurde auf den 21. November 2021 verlegt.
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Wir können noch zur Arbeit und zum Einkaufen, die Kinder in die Schule oder Kita. Vieles andere ist weitgehend eingeschränkt, allerdings nicht vollständig.Auch deshalb hat es gerade auf kommunaler Ebene einige Tage gebraucht, um die Details der aktuellen Einschränkungen zu klären. Was geht noch und was geht nicht im Bezirk Reinickendorf?

Kultur: Konzerte, Kino, Theater und Lesungen sind bis Ende November untersagt, ob nun im LabSaal, Transformator Frohnau, Ernst-Reuter-Saal oder Fontane-Haus. Wer bereits Karten für November gekauft hat, bekommt in der Regel das Geld zurück. Er kann die Tickets aber auch behalten, vor allem dann, wenn ein Ersatztermin geplant ist. Die Museen sind ebenfalls geschlossen, also auch das Bezirksmuseum in Alt-Hermsdorf oder die Rathaus-Galerie. Für November vorgesehene Ausstellungseröffnungen werden verschoben, laufende, jetzt unterbrochene Ausstellungen eventuell verlängert.

Bibliothek: Sie können für den Leihbetrieb in Reinickendorf an zwei Standorten geöffnet bleiben: Humboldt-Bibliothek, Karolinenenstraße 19, in Tegel (geöffnet montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, mit Außenrückgabe-Automaten) und Bibliothek am Schäfersee, Stargardtstraße 11-13 (geöffnet montags und freitags von 11 bis 18 sowie dienstags und donnerstags von 11 bis 17 Uhr. Alle anderen Standorte bleiben geschlossen, auch der Bücherbus ist nicht unterwegs. Nutzer können Medien unter Tel. 902 94 59 21 oder auf voebb.de verlängern.

Bildung: In den Begriffen Volkshochschule und Musikschule steckt das Wort Schule. Deshalb dürfen sie noch einige Angebote im direkten Kontakt machen, aber mit Einschränkungen. Bei der Volkshochschule könne man die Vorgaben etwa folgendermaßen zusammenfassen, sagt die Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur, Susanne Roggenhofer: „Kurse, die im Sitzen absolviert werden, finden statt, solche, wo Bewegung nötig ist, dagegen nicht.“ Zu letzteren gehören zum Beispiel Yoga, Fitness und Tanz. Abgesehen davon hat auch die Reinickendorfer Volkshochschule bereits in den vergangenen Monaten viele Veranstaltungen ins Netz verlegt. Anmelden kann man sich derzeit ausschließlich telefonisch unter Tel. 902 94 48 00. In der Musikschule ist Einzel- oder Kleingruppenunterricht weiter vor Ort erlaubt, nicht aber zum Beispiel das Proben im großen Chor. Aufführungen sind sowieso ausgesetzt. Gesangsunterricht ist durchgehend nur mit einer Person möglich. Wenn Bands oder andere Ensembles zusammenkommen, darf nur ein Mitglied singen.

Sport: Im organisierten Bereich ist dieser unterhalb der Profiligen untersagt – mit einer Ausnahme: Gruppen mit maximal zehn Kindern bis zu zwölf Jahren und einem Betreuer dürfen sich auch im Verein zum Training im Freien treffen. Das gilt auch fürs Schwimmen. In diesem Fall sowie für den Schulunterricht gibt es Zugang zu den Bädern, in Reinickendorf zu dem im Märkischen Viertel. Für alle anderen bleiben die Bäder geschlossen. Und nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder einer Person aus einem anderen Haushalt ist gemeinsames kontaktloses Sporttreiben gestattet.

Weihnachtsmärkte: Sie sind zumindest in ihrer Anfangsphase von den Einschränkungen betroffen. Ab 23. November wollten die ersten starten, was definitiv nicht möglich ist. Auch der Markt vor der Frohnauer Johanneskirche – geplante Eröffnung am 29. November – kann an diesem Tag nicht starten. Bereits abgesagt für dieses Jahr ist das Vorweihnachtstreffen im Forstamt Tegel. Und auch der Dezember ist in Sachen Weihnachtsmarkt alles andere als sicher. Damit fehlt den Betreibern aber jegliche Planungssicherheit. Allein die Buden aufzubauen, nimmt auf größeren Märkten einige Tage in Anspruch.

Verwaltung: Ein persönlicher Besuch im Rathaus war schon bisher eingeschränkt und bleibt es jetzt erst recht. Im Bürgeramt geht das nur nach vorheriger Terminabsprache und wenn es nicht anders geht. Viele Anliegen können auch online oder per Telefon vorgebracht werden. Auch das Reinickendorfer Sozialamt bittet, diesen Weg oder den Briefverkehr zu nutzen. Wer trotzdem direkt vorsprechen möchte, muss sich auf einen gesteuerten Einlass und damit zumeist auf längere Wartezeiten einstellen – etwa im Bereich Materielle Hilfen oder in der Fachstelle für Wohnungslosenhilfe und Wohnraumsicherung. Ein Termin bei der Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege muss vorher telefonisch vereinbart werden. Alle Informationen, nicht nur zu den Regularien in diesen Ämtern, finden sich im Internet auf berlin.de/ba-reinickendorf.

Politik: Bei Sitzungen des Bezirksverordnetenversammlung (BVV) galten bereits seit Oktober strengere Vorgaben. Auch auf den Plätzen herrscht seither durchgehende Maskenpflicht. Nur Redner können den Mund- und Nasenschutz während ihres Vortrags abnehmen. Jetzt ist aber auch das Verlegen der Sitzungen in den virtuellen Raum im Gespräch. Eine endgültige Entscheidung dazu soll kurz vor der nächsten BVV-Sitzung am 11. November fallen.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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