Mindestens haltbar bis …
Wir werfen zu viel noch Essbares weg

Die Bundesernährungsministerin möchte das Mindesthaltbarkeitsdatum ersetzen und so die Lebensmittelabfälle reduzieren.

Rund 82 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr in die Mülltonne. Wahrscheinlich sind dabei jede Menge noch essbare Produkte. Allerdings war wohl das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen.

Genau dieses soll nämlich mitverantwortlich dafür sein, dass wir Verbraucher Lebensmittel wegwerfen. Dabei gibt das MHD eigentlich nur an, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel seine Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Farbe und Konsistenz behalten muss. Ein Hinweis für anschließende Ungenießbarkeit ist es jedoch nicht. Weil das nicht alle Verbraucher wissen, möchte das Bundesernährungsministerium das MHD durch intelligente Verpackungen ersetzen.

Ministerin Julia Klöckner hat kürzlich die neuen Möglichkeiten angepriesen, die die Digitalisierung bietet – wie etwa Verpackungen, die selbst anzeigen, wie frisch und lange haltbar ein Produkt tatsächlich noch ist. Zum Beispiel Joghurtbecher mit einem Chip, der täglich die Verzehrbarkeit des Produkts ermittelt oder Zeit-Temperatur-Indikatoren, die anzeigen, ob die Kühlkette eingehalten wurde. Allerdings steht die Forschung zu derart intelligenten Verpackungen noch am Anfang.

Digitalisierung hin oder her – ich plädiere dafür, sich wieder mehr auf die eigenen Sinne zu verlassen: Hinschauen, riechen, schmecken und dann entscheiden, was weg muss.

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