Polizei stoppt 29 „Rennfahrer“: Erste Bilanz zu Verkehrskontrollen am Kurfürstendamm

Getunte Luxuskarosse am Haken: Die Polizei zog Verkehrssünder buchstäblich aus dem Verkehr.
  • Getunte Luxuskarosse am Haken: Die Polizei zog Verkehrssünder buchstäblich aus dem Verkehr.
  • Foto: Polizei Berlin
  • hochgeladen von Thomas Schubert

Charlottenburg. Nach dem tödlichen Unglück bei einem illegalen Autorennen auf der Tauentzienstraße am 1. Februar hat die Polizei der Szene den Kampf erklärt. Eine Serie von Einsätzen brachte Verkehrssündern harte Strafen ein.

Im Rahmen von 382 Schwerpunkteinsätzen rund um den Kurfürstendamm führten Einsatzkräfte in den vergangenen Wochen 79 Geschwindigkeitskontrollen durch, bei denen insgesamt 4113 Autos sowie 551 Motorräder überprüft wurden. Es kam zu 178 Strafverfahren, weil die Kontrollierten entweder nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren oder für das Fahrzeug kein Versicherungsschutz bestand. Darüber hinaus ergingen 34 Strafanzeigen wegen Nötigung oder Gefährdung des Straßenverkehrs.

In 17 Fällen entnahmen die Beamten eine Blutprobe, weil Verdacht bestand, dass Alkohol oder Drogen im Spiel sind. Dabei mussten fünf Personen den Führerschein noch am Kontrollort abgeben.

Hinzu verzeichnete man 1719 Verkehrsordnungswidrigkeiten wie Lärmbelästigung durch zu laute Musik, unnötiges Hochdrehen des Motors oder durchdrehende Reifen, verbotene Handybenutzung am Steuer, Rotlichtmissachtung und überhöhte Geschwindigkeit.

29 Fahrer gingen den Beamten ins Netz, weil sie an einem illegalen Autorennen beteiligt waren. Sie erwarten jeweils ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Und auch in Zukunft sollten sich Fahrer, die gegen Verkehrsregeln verstoßen, nicht sicher fühlen – denn die Kontrollen gehen weiter, verspricht die Polizei. Und sie beschränken sich nicht allein auf die City West. tsc

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