Maßnahmen für Eigenheime und Mietwohnungen
So wird jedes Zuhause sicherer

Glastüren sollten mit Sicherheitsglas ausgestattet sein und der Profilzylinder mit dem Türrahmen eben abschließen. Eine Bandseitenverriegelung erschwert zusätzlich das Aufbrechen der Tür.
  • Glastüren sollten mit Sicherheitsglas ausgestattet sein und der Profilzylinder mit dem Türrahmen eben abschließen. Eine Bandseitenverriegelung erschwert zusätzlich das Aufbrechen der Tür.
  • Foto: Steffen Salow/Pixabay
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Mit der dunklen Jahreszeit steigt bei vielen auch die Angst vor Haus- und Wohnungseinbrüchen. Denn obwohl die Zahl der Einbrüche in Deutschland rückläufig ist, gab es 2019 rund 87 000 gemeldete Delikte. Wie Bewohner ihr Zuhause vor Einbrechern wirksam schützen können, weiß Sven Haustein von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Häufig haben es Einbrecher recht einfach, in Wohnungen einzudringen. Selbst Profis vertrauen dabei auf Schraubendreher und Zangen, um Fenster oder Türen aufzubrechen. Das macht es Haus- und Wohnungsbesitzern allerdings auch leicht, sich vor ungebetenem Besuch zu schützen. Statistisch gesehen geben Einbrecher nach drei Minuten auf, wenn sie nicht ins Haus oder in die Wohnung gelangen. „Gerade hier sollten Hausherren ansetzen, um die Immobilie mit einem optimalen Einbruchschutz auszustatten“, erklärt Architekt Sven Haustein und gibt Tipps, wie man sein Zuhause schützen kann.

In einem Mehrfamilienhaus ist eine massive Wohnungstür der beste Schutz vor Eindringlingen. Wohnungsbesitzer sollten daher eine einbruchhemmende Eingangstür einsetzen. Auch ältere Türen bieten mit etwas Zubehör ausreichend Schutz: Ein Schloss mit Sicherheitsprofilzylindern, Schutzbeschlägen und zusätzlicher Zylinderabdeckung ab rund 200 Euro treibt die Einbrecher meist schon in die Verzweiflung.

Fenster nachrüsten

Bodenhohe oder Doppelfenster bieten in einem Einfamilienhaus nicht nur einen schönen Blick nach draußen, sondern auch einen leichten Einstieg für Einbrecher. Herkömmliche Fenster-Modelle lassen sich einfach und günstig mit verschließbaren Griffen und einer abschließbaren Sicherung nachrüsten. Diese ist ab 10 Euro im Fachhandel erhältlich. Mit Pilzkopfbeschlägen, Bandsicherungen und Fensterstangenverriegelungen erhöhen Hausbesitzer den Schutz zusätzlich – ab etwa 200 Euro pro Fenster.

Heruntergelassene Rollläden allein bieten noch keinen ausgeprägten Schutz vor ungebetenem Besuch. Mit einem Sperrstift oder Riegelbolzen kann das Hochschieben oder Herausziehen der Jalousien verhindert werden – und das für unter 50 Euro.

Balkontür nicht vergessen!

Terrassen- und Balkontüren sind weitere Schwachstellen, die jedoch mit drei einfachen Maßnahmen vor Einbrechern geschützt werden können: Bandseitensicherung, Stangenschloss und ein abschließbarer Fenstergriff bilden die Basis. Eine Einbruchschutzfolie verhindert außerdem das Einschlagen der Scheibe und eine Dreifach-Verglasung erschwert zusätzlich das Eindringen ins Haus. Die Kosten für die Maßnahmen betragen jeweils um die 600 Euro.

Keller sichern

Kellereingänge sollten mit der gleichen Sorgfalt wie Haustüren gesichert werden. Mit Hilfe von Scharnierseitensicherungen oder Querriegelschlössern lässt sich der Zutritt zum Eigenheim über den Keller einfach verhindern. Die Kosten variieren von 100 bis 250 Euro pro Tür. Gitterrostsicherungen an Kellerschächten bieten einen Schutz vor dem Abheben kosten zwischen 20 und 50 Euro pro Schacht.

Eine Ergänzung zu dem mechanischen Einbruchschutz kann eine Alarmanlage sein. Die Kosten variieren: Eine Funklösung gibt es ab 400 Euro aufwärts. Wer ein ganzes Alarmsystem installieren möchte, muss mit 7500 bis 15 000 Euro rechnen. Hausteins Rat: „Eigenheimbesitzer sollten immer auf Prüfsiegel und Gütezeichen achten.“ Wer viel Geld für eine Anlage ausgibt, sollte beim Einbau nicht sparen. Deshalb lieber die Montage von einem VdS-anerkannten Fachbetrieb durchführen lassen, als selber Hand anzulegen.


Tipps zum Schutz vor Einbrechern

• Angekippte Fenster und Balkontüren bieten einen leichten Einstieg ins Haus, deshalb auch bei kurzer Abwesenheit alles verschlossen halten.
• Leitern, Mülltonnen, Garten- und Freizeitmöbel, die als Einstiegshilfe dienen könnten, sollten in unzugänglichen Räumen oder durch eine Kette mit Schloss gesichert werden.
• Rollläden tagsüber immer hochziehen, sonst wird Abwesenheit signalisiert.
• Bei längerer Abwesenheit sollten Nachbarn morgens die Rollläden öffnen und abends schließen. Der Briefkasten sollte regelmäßig geleert werden.
• Mit Zeitschaltuhren lassen sich Beleuchtung und Radio automatisch steuern. Viele Smart Home-Produkte arbeiten nach dem Zufallsprinzip und verstärken den Eindruck eines bewohnten Hauses bei Abwesenheit.
• Vor Abreise den Anrufbeantworter abschalten, keinesfalls sollte die Ansage einen Hinweis auf Abwesenheit geben.
• Bei Abwesenheit grundsätzlich alles abschließen. Der Ersatzschlüssel gehört weder unter die Fußmatte noch unter einen Blumentopf. Ist der Schlüssel abhandengekommen, müssen die Schlösser schnellstmöglich ausgetauscht werden.
• Viele Bewohner verriegeln die Türen auch bei Anwesenheit. Bei Glastüren darf der Schlüssel niemals von innen stecken bleiben.


Beratungsstelle Einbruchschutz


Einbrecher stürmen ins behütete Zuhause, wühlen in Schränken und Kommoden herum. Meist stehlen sie nicht nur Schmuck oder Geld, sondern verletzen auch die Privatsphäre der Betroffenen nachhaltig. Wer sich und sein Zuhause schützen will, kann sich Hilfe holen. Die Polizei bietet kostenfrei eine persönliche Beratung an.

Kontakt zur Beratungsstelle: Landeskriminalamt, LKA Präv 3, Beratungsstelle Einbruchschutz und technische Prävention, Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin, Telefon: 46 64 97 99 99 sowie im Internet unter www.zuhause-sicher.de/einbruchschutz/ RR

Autor:

Ratgeber-Redaktion aus Mitte

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