Mobile Luftreiniger gehen an den Start
Die ersten vier Geräte sind verteilt

Berliner Luft im Klassenzimmer: Andy Hehmke vor einem mobilen Luftreinigungsgerät. 42 hat der Bezirk bisher bestellt.
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  • Foto: Bezirksamt
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In Friedrichshain-Kreuzberg werden Schulen jetzt mit Luftreinigern ausgerüstet. Die ersten vier von 42 bestellten Geräten bekam die Gustav-Meyer-Schule. Auch andere Bezirke verteilen – abhängig von der deutschlandweiten Ausschreibung.

Steglitz-Zehlendorf hatte sie berlinweit zuerst. Jetzt wurden auch in Friedrichshain-Kreuzberg die ersten mobilen Luftreinigungsgeräte übergeben. Vier bekam die Kreuzberger Gustav-Meyer-Schule (Förderzentrum) an der Kohlfurter Straße. Weitere Schulen sollen folgen. 42 Luftreiniger hat das Bezirksamt insgesamt bestellt.

Die Luftreiniger der Marke „BerlinerLuft.Pure“ kommen von der Firma APC mit Hauptsitz in Nürnberg. Der Bezirk habe sich damit für ein sehr teures, aber sicheres, wirksames und vor allem leises Gerät entschieden, heißt es aus dem Rathaus. Und weiter: „Die Verteilung der Geräte erfolgt insbesondere anhand der Erkenntnisse zum tatsächlichen Infektionsgeschehen an den Schulen unter Berücksichtigung weiterer schulspezifischer Gegebenheiten wie Lüftungsmöglichkeiten oder körpernahes Arbeiten mit teils mehrfachbehinderten Schülern.“ Will heißen, verteilt werden die Geräte an die Schulen nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern nach speziellen Kriterien. Dazu zählen unter anderem eine schwierige Lüftungssituation vor Ort. Förderzentren und inklusive Schwerpunktschulen werden bevorzugt, ebenso wie die Oberschulen, wo das Infektionsgeschehen in den vergangenen Monaten „deutlich dynamischer“ war als an den Grundschulen. „Die Geräte entbinden aber nicht vom Festhalten am vorgegebenen Lüftungsregime“, betont das Bezirksamt.

Senat stellt 4,5 Millionen Euro bereit

Den Grünen reicht die Anzahl der georderten Geräte nicht aus. „Bisher wurden 42 Luftreiniger für die Schulen bestellt, zu wenig für die mehr als 100 Schulen im Bezirk“, moniert die Fraktion. In einem Antrag für die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 27. Januar fordern die Grünen das Bezirksamt darum auf, zügig zusätzliche mobile Luftreinigungsgeräte anzuschaffen. Das Bezirksamt hält dagegen. Da die vom Senat zur Verfügung gestellten Mittel begrenzt seien, konnten zunächst nur 42 Geräte bestellt werden. „Wir gehen aber davon aus, dass auch einige Schulfördervereine zusätzliche Geräte beschaffen“, so Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD). Für solche Fälle hätten die Schule eine Liste mit geeigneten Geräten erhalten.

Die Senatsbildungsverwaltung hatte im vorigen November mitgeteilt, die Beschaffung der Geräte, die in Corona-Zeiten für frische Luft in den Klassenräumen sorgen sollen, sei in vollem Gange. Die Luftfilter sollen in erster Linie in Klassenräumen zum Einsatz kommen, wo das Lüften schwierig ist. Berlin will insgesamt 1200 Luftreiniger besorgen. Laut Senat stehen dafür 4,5 Millionen Euro aus Landesmitteln bereit.

Mitte wertet Angebote aus

Im Bezirk Pankow sind inzwischen alle 115 bestellten Luftfiltergeräte für 66 Schulen angeliefert worden. „Die Vergabe konnten wir bereits Anfang Dezember erfolgreich abschließen“, informiert Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU). Verteilt wurden pro Schule maximal vier Geräte.

In Mitte wiederum warten noch viele Schulen auf die Luftreiniger. Dort sind bislang nur vereinzelt von Fördervereinen oder Elterninitiativen beschaffte Geräte im Einsatz. Wann die über Senatsmittel finanzierten Geräte kommen, bleibt abzuwarten, sagt das Bezirksamt. Mitte stehen knapp 260 000 Euro zur Verfügung, dieser Betrag habe eine europaweite Vergabe nötig gemacht. Die Frist endete in der ersten Januarwoche. „Derzeit werden die eingereichten Angebote ausgewertet, um die Wertungsstufe abzuschließen.“ Im Ergebnis folge eine Zuschlagsempfehlung. „Die Rügefrist beträgt zwei Wochen, danach erfolgt die Auftragserteilung beziehungsweise Beauftragung zur Lieferung.“ Der Liefertermin hänge von der Lieferfrist des Auftragnehmers ab. Als spätester Termin sei in der Ausschreibung Anfang März genannt worden, so das Bezirksamt. Man nehme aber gern auch früher Geräte entgegen.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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