Offensive landet einen Treffer
Umgebautes Hermann-Hesse-Gymnasium wurde eingeweiht

Bildungssenatorin Sandra Scheeres schaute sich beim Rundgang auch das Musikzimmer an.
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  • Bildungssenatorin Sandra Scheeres schaute sich beim Rundgang auch das Musikzimmer an.
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Auf der Einladung stand ein Zitat des Namensgebers. "Damit das Mögliche entstehe, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden", formulierte der Schriftsteller Hermann-Hesse (1877-1962). Der Spruch passt zu der jetzt abgeschlossenen Sanierung "seiner" Schule in der Böckhstraße.

Sie dauerte gut zwei Jahre und kostete 5,5 Millionen Euro, finanziert aus Mitteln des Förderprogramms "städtebaulicher Denkmalschutz". Weitere 1,5 Millionen gab es aus dem bezirklichen Investitionsplan für die Umgestaltung der naturwissenschaftlichen Fachräume. Während der Bauzeit fand der Unterricht für die knapp 600 Schülerinnen und Schüler an drei anderen Schulstandorten im Graefekiez statt.

Dass das nicht nur eine logistische Herausforderung bedeutete, wurde bei der Rede von Schulleiterin Sylke Roschke deutlich. Eigentlich war ihr Part nur eine kurze Begrüßung, aus der dann aber ein Abriss der gesamten Planungs- und Baugeschichte wurde. Tenor: Nur weil alle sich über Gebühr hier eingesetzt hätten, konnte die Bauphase gemeistert und erfolgreich zu Ende gebracht werden. Und sie erwähnte alle, der daran irgendwie beteiligt waren, von den verschiedenen Verwaltungsstellen über den Architekten, den Bauleiter ("der Mercedes unter den Bauleitern") bis zu ihrem Kollegium und den Schülern. Und spätestens nach dieser Ansprache wurde klar: Gerade Frau Roschke selbst hat dazu einen wesentlichen Teil beigetragen.

Schulbau als "Gemeinschaftsaufgabe"

Solch auch emotionaler Einsatz gefiel den politisch Verantwortlichen. Zeigt er doch an einem Beispiel, wie ihr ganz großes Räderwerk nach und nach zum Laufen gebracht werden kann. Denn der Umbau des Hesse-Gymnasiums war ein Vorhaben im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive. 5,5 Milliarden Euro sollen dafür bis Mitte, wahrscheinlich eher Ende der 2020er-Jahre ausgegeben werden. So richtig Fahrt aufgenommen hat die Offensive bisher noch nicht. Umso mehr galt es herauszustreichen, wenn ihr ein Treffer gelingt. Deshalb waren sowohl Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) als auch Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) zur Wiedereröffnung gekommen, ebenso wie die beiden Bezirksstadträte Andy Hehmke (SPD, Schule) und Florian Schmidt (Grüne, Bauen). Motto: Es bewegt sich etwas, vor allem dann, wenn alle mitmachen. "Wir tun unser Möglichstes, um hier voranzukommen", bekräftigte Andy Hehmke. "Danke für das Engagement", lobte Sandra Scheeres. Die Schulbauoffensive sei eine "Riesenmammutaufgabe" und gleichzeitig eine "Gemeinschaftsaufgabe".

Die Hesse-Schüler haben sie erst einmal weitgehend hinter sich. Die Einschränkung bezieht sich darauf, dass es noch weitere Arbeiten an der Sporthalle sowie dem Schulhof geben wird. Ihre neuen Räume sind picobello, ebenso wie die Ausstattung. Vorgeführt etwa von Josif und Florens (beide 11), die am Computer Filme schneiden. Auch dahinter verbirgt sich eine Botschaft: Wenn die Durststrecke eines Umbaus vorbei ist, wird es umso schöner.

Das soll auch für zwei Schulen gelten, in denen das Hesse-Gymnasium zuletzt Unterschlupf gefunden hat. Im Robert-Koch-Gymnasium wird inzwischen ebenfalls gearbeitet. Als Ausweichquartier dienen Container. Danach soll eine Sanierung der Lemgo-Grundschule folgen.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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