"Das muss jetzt genehmigt werden": CG-Gruppe erwirkt Baurecht für "Sama Riga"

Ein neues Wohnquartier und der Protest dagegen.
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Friedrichshain. Das im Samariterkiez befehdete Wohnprojekt "Karrée Sama Riga" an der Rigaer Straße 71-73 ist wohl nicht mehr zu verhindern.

Der Investor, die CG-Gruppe, hat gegen die Ablehnung des Bauantrags durch den Bezirk Widerspruch bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingelegt, berichtete Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis 90/Grüne) im jüngsten Stadtplanungsausschuss. Dort wurde dem Widerspruch stattgegeben. Im Klartext: "Das muss jetzt genehmigt werden", machte der Stadtrat deutlich.

Schmidts Antworten waren Fragen von Gegnern des Sama-Riga-Vorhabens vorausgegangen. Denn um das neue Quartier mit rund 130 Wohnungen gibt es schon lange Auseinandersetzungen. Widerstand kommt sowohl aus dem linksautonomen Spektrum an und um die Rigaer Straße als auch von anderen Nachbarn. Es sei ein Luxusprojekt, treibe die Mieten in der umliegenden Umgebung in die Höhe, so die Kritiker. Der Abriss von Bestandsgebäuden auf dem Grundstück im vergangenen Sommer sorgte nicht unbedingt für eine Beruhigung der Lage – auch wenn sich die CG-Gruppe dabei auf Genehmigungen von Bauaufsicht und Denkmalamt berief. "Sie zerstören einen ganzen Kiez", fand ein Mitglied der Protestgemeinde.

Ebenfalls im Raum stehen bisher nicht eingehaltene Zusagen, vor allem was die Zukunft der auf dem Gelände ansässigen Kulturprojekte betrifft. Sie sollten nach der Fertigstellung Platz im neuen Quartier bekommen. Aber gerade dabei scheint es noch immer zu haken. "Die CG-Gruppe hat viel versprochen, aber nicht alles gehalten", resümierte der Baustadtrat. Aber beim aktuellen Sachstand noch Wünsche und Forderungen durchzusetzen, dürfte nicht leichter fallen. "Die können jetzt ihren Stiefel durchziehen." Er habe vor, über diese Lage auch vor Ort zu informieren, kündigte Florian Schmidt ebenfalls an. Aber ob es noch Möglichkeiten gebe, daran etwas zu ändern, "das ist die Frage". tf

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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