Grünfläche in der Rondellmitte: Pläne für den Mehringplatz vorgestellt

Wird die geplante Rasenidylle wirklich zu einem Ruhepol? Der Siegerentwurf für den neuen Mehringplatz.
  • Wird die geplante Rasenidylle wirklich zu einem Ruhepol? Der Siegerentwurf für den neuen Mehringplatz.
  • Foto: AG Lavaland GmbH, TH Treibhaus
  • hochgeladen von Thomas Frey

Kreuzberg. Bis zum 15. März können im Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11, die Ergebnisse des Wettbewerbs zur Umgestaltung des Mehringplatzes besichtigt werden.

Sieben Büros haben dazu ihre Arbeiten eingereicht. Zum Sieger bestimmte eine Jury den Entwurf der AG Lavaland GmbH, TH Treibhaus mit Sitz am Kottbusser Damm. Er will in der Rondellmitte eine Grünfläche anlegen.

Rund um den Viktoria-Obelisk und den Brunnen sollen Bäume gepflanzt und Rasen eingesät werden. Am Rand sind Sitzgruppen statt der bisherigen Hochbeete geplant. So entstehe eine Art "ruhender Pol", der als Spiel- und Liegewiese geutzt werden kann. Und das möglichst ungestört von vorbeieilenden Passanten, denn eine Verbindung über das Innere des Mehringplatz ist nicht mehr vorgesehen.

Gerade mit diesem Vorschlag unterschied sich Lavaland Treibhaus von vielen anderen Wettbewerbsbeiträgen. Von den Juroren wurde das teilweise positiv, teilweise aber auch kritisch bewertet. Als erhoffter Nebeneffekt wird eine Aufwertung des Innen- und Außenrings gesehen. Das könnte auch den dortigen Geschäften zugute kommen und insgesamt für eine Belebung sorgen. Allerdings bestehe gleichzeitig die Gefahr, dass sich Trampelpfade über den Rasen bilden, wenn Brunnen und Viktoria nicht mehr über einen Weg angesteuert werden können.

Aufenthaltsort für Partygänger?

Eine Gefahr, die auch manche Anwohner sehen. Und einige sind auch skeptisch, ob sich hier wirklich eine Ruhezone etabliert oder die Grünfläche nicht eher zu einem vor allem nächtlichen Aufenthaltsort für Partygänger wird.

Für die Umgestaltung des Mehringplatzes will der Bezirk jetzt Fördermittel aus dem Programm städtebaulicher Denkmalschutz beantragen. Gerechnet wird mit Kosten von etwas mehr als drei Millionen Euro. Bevor die Arbeiten losgehen können, muss allerdings zunächst die Endlosbaustelle der BVG beendet sein. Wie mehrfach berichtet, sanieren die Verkehrsbetriebe dort seit inzwischen zehn Jahren die U-Bahnschächte. Zumindest nach aktuellem Stand wollen sie damit im Herbst endlich fertig sein. tf

Die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge im Rathaus Kreuzberg ist Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Sie befindet sich im ersten Obergeschoss.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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