Ergebnisse der Studie zur Ratiborstraße vorgestellt
Was ist machbar?

Der Gewerbestandort an der Ratiborstraße.
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  • Der Gewerbestandort an der Ratiborstraße.
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Das eine tun und das andere nicht lassen. Das ist grob gesagt das Ergebnis der vom Bezirk beauftragten Machbarkeitsstudie für das Areal Ratiborstraße 14c-g.

Wie mehrfach berichtet sind auf dem Grundstück Unterkünfte für Flüchtlinge geplant. Laut der bisherigen Vorgabe des Senats für rund 500 Menschen.

Eine Größenordnung, die den Bestand der bisherigen Nutzer gefährden würde. Bei denen handelt es sich vor allem um mehrere Gewerbebetriebe. Auch ein Biergarten und eine Wagenburg befinden sich auf dem Grundstück. Neue Mitbewohner werden dort nicht grundsätzlich abgelehnt. Allerdings einige weniger, als in der vorgesehenen Größenordnung.

Laut der Machbarkeitsstudie soll sich die ursprüngliche Anzahl auf 140 bis 250 reduzieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass anderswo Ersatzstandorte gefunden werden. Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis90/Grüne) nannte dabei drei mögliche Alternativen. Zum einen eine kleine Fläche an der Obentrautstraße. Außerdem am Stralauer Platz sowie das Grundstück Friedrichstraße 18. Zusammen genommen wären dort 250 bis 300 Plätze möglich, erklärte er. Allerdings ist noch nicht endgültig geklärt, ob sie sich dort wirklich realisieren lassen.

Flüchtlingsparagraf endet 2019

Und noch entscheidender ist, wie sich die Senatsverwaltung für Finanzen dazu verhält. Wenn sie auf der bisherigen Baumasse an der Ratiborstraße besteht, wären die skizzierten Varianten Makulatur.

Die Unterkünfte soll die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlinovo errichten. Nicht nur über die Größenordnung muss es jetzt sehr schnell Klarheit geben. Denn nur noch bis zum Jahresende ist der sogenannte Flüchtlingsparagraf bei Bauvorhaben in Kraft. Er erlaubt, dass Wohnungen für Geflüchtete auch dort entstehen können, wo das normalerweise nicht möglich ist. Zum Beispiel an einem Gewerbestandort.

Ausführlich vorgestellt werden die Ergebnisse der Studie am Mittwoch, 20. Februar, im Stadtplanungsausschuss. Er beginnt um 18 Uhr im Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11.

Der Gewerbestandort an der Ratiborstraße.
Was die Nutzer wollen, steht auf diesem Plakat.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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