Autos mit Verbrennungsmotor sollen aus Berlin raus
Ohne Benzin und Diesel

Ein Auto hält in der Regel zehn Jahre. Wer sich gerade einen neuen Wagen mit Benzin- oder Dieselantrieb angeschafft hat, muss befürchten, dass er damit gegen Ende dieser Zeit nur noch eingeschränkt unterwegs sein kann.

Zumindest nach den Plänen von Verkehrssenatorin Regine Günther (Bündnis90/Grüne) wäre das so. Sie will Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bis 2030 aus dem Innenstadtring verbannen. 2035 soll das Verbot für ganz Berlin gelten. Ob das so Wirklichkeit werden kann, ist zwar längst nicht ausgemacht. Selbst bei den Koalitionspartnern SPD und Linke regte sich Widerstand. Aber der Aufschlag zeigt, wohin die Reise gehen soll.

Regine Günthers Vorstoß könnte positiv betrachtet als eine Art Weckruf gewertet werden. Ja, der Autoverkehr hat großen Anteil an den Klimaproblemen. Umsteuern ist notwendig. Aber mit der Brechstange?

Alternativen wie ÖPNV und E-Autos funktionieren aktuell nicht

Mich stören vor allem die mangelnden Alternativen. Der öffentliche Nahverkehr? Ein Witz, wo der doch schon jetzt teilweise kollabiert. Sein Ausbau verläuft im Schneckentempo. Es ist nicht erkennbar, dass sich das bald ändert. Fahrrad fahren? Schon ein Problem, wenn sich die Wohnung in Marzahn und der Arbeitsplatz in Marienfelde befindet. E-Fahrzeug anschaffen? Für die meisten momentan unerschwinglich und Reichweite und Zahl der Ladestationen verführen auch nicht zum Kauf. Zugegeben, das kann sich ändern.

Nun könnte man ja sagen, zehn beziehungsweise 15 Jahre sind eine lange Zeit. Ich behaupte aber, die können schneller vorbei sein, als manche Planungen für eine neue Straßenbahnlinie realisiert werden. 

Sollen alle Autos mit Verbrennungsmotor aus Berlin verbannt werden?
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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