Mehr Beteiligung erwünscht
Neuköllner Spielplatzkommission auf neue Füße gestellt / Internetauftritt in Kürze geplant

Auch Kinder und Jugendliche sollen mitreden dürfen, wenn es um die Gestaltung der Spielplätze geht.
  • Auch Kinder und Jugendliche sollen mitreden dürfen, wenn es um die Gestaltung der Spielplätze geht.
  • Foto: LaterJay Photography/Pixabay
  • hochgeladen von Josephine Macfoy
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Kürzlich hat die Neuköllner Spielplatzkommission nach fünf Jahren Pause wieder im Rathaus getagt. Jetzt geht es darum, sie mit neuem Leben zu füllen.

Gehörte das Gremium früher zum Zuständigkeitsbereich Jugend, untersteht sie nun direkt Bürgermeister Martin Hikel (SPD), der auch den Vorsitz führt. „Der Wechsel soll die Bedeutung von Spielplätzen im öffentlichen Raum verdeutlichen und auch eine größere Beteiligung ermöglichen“, sagt er.

In der Kommission, die sich dreimal im Jahr trifft, sitzen 14 stimmberechtigte Mitglieder. Einige kommen aus der Verwaltung, aus dem Grünflächen-, dem Stadtplanungs- und dem Jugendamt. Daneben sind unter anderem das Kinder- und Jugendbüro vertreten, der Bezirkselternausschuss und die Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung. Kinder und Jugendliche haben Rederecht bei den Sitzungen.

Bei ihrer ersten Zusammenkunft hätten sich die Teilnehmer darauf geeinigt, ihr Augenmerk nicht nur auf Spiel-, Bolz- und Skaterplätze zu legen, sondern auch die Nachbarschaften in ihre Planungen einzubeziehen, teilt Hikel mit. „Wir verstehen uns als Arbeitsgremium und wollen viel vor Ort sein“, ergänzt Cordula Simon, Vorsitzende der Stabsstelle „Dialog und Zukunft“ im Bezirksamt, die das Ganze koordiniert.

Teil moderner Stadtentwicklung

In ihren Augen ist es wichtig, dass es wieder eine zentrale Stelle gibt, wo Themen und Vorschläge gesammelt werden. Es solle aber nicht nur darum gehen, auf welchem Platz Sanierungsbedarf bestehe oder wo ein neues Gerät gewünscht sei. „Wir wollen Ziele formulieren, überlegen, wo wir perspektivisch hinwollen“, so Simon. „Uns geht es beispielsweise auch darum, wie Wohnungsneubau eine Gegend verändert, wie dort ein neuer Spielplatz gestaltet wird, welche Bedürfnisse er abdecken sollte“.

Da spielten auch große Themen wie der Klimawandel eine Rolle. Denn bei mehr warmen Tagen seien Eltern und Kinder länger und häufiger auf einem Spielplatz. Der Wunsch nach einem Kiosk und Toiletten würde dringlicher, sagt Simon. Ein anderes mögliches Thema: mehr Angebote für ältere Kinder und Jugendliche.

Ein Internetauftritt der Spielplatzkommission wird demnächst auf der Bezirksamtsseite freigeschaltet. Doch schon jetzt können alle ihre Anliegen per E-Mail an das Gremium senden. Die Adresse lautet spielplatzkommission@bezirksamt-neukoelln.de

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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