Endlich zu Ende bauen
Jetzt beschäftigt sich das Abgeordnetenhaus mit Leerstand in der Schwimm- und Sprunghalle

Die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) ist seit knapp 20 Jahren in Betrieb, aber noch immer nicht komplett ausgebaut. Deshalb stellten Verordnete der Fraktionen von SPD, Linkspartei und Grünen einen Antrag im Abgeordnetenhaus, mit dem sie die Entwicklung der bisher ungenutzten Flächen fordern.

In der SSE trainieren Leistungssportler, seit Jahren finden dort nationale und internationale Wettkämpfe im Schwimmen und Turmspringen statt. Zudem ist die SSE eine öffentliche Schwimmhalle, die auch für den Schulsport genutzt wird. Betreiber sind die Berliner Bäder-Betriebe. Im Laufe der Jahre geriet aber offenbar in Vergessenheit, dass das gesamte Gebäude nie so ausgebaut worden ist, wie ursprünglich geplant. Über 5600 Quadratmeter stehen bisher nur im Rohbau. Das liegt vor allem auch daran, dass das ganze Bauprojekt teurer wurde als kalkuliert. Und Berlin musste viele Jahre lang sparen und Schulden abbauen.

Bei einer Besichtigung der SSE vor knapp einem Jahr wurde der Abgeordnete Tino Schopf (SPD) auf den leerstehenden Flächen aufmerksam. Es sei unverständlich, dass der Raum nicht rasch ausgebaut und sinnvoll genutzt werde, meint Schopf. Dem Land stehen inzwischen wieder finanzielle Mittel für solche Investitionen zur Verfügung. Geplant, aber bisher nicht fertiggestellt sind zum Beispiel ein üppiger Sauna- und Fitnessbereich, eine Gegenstromanlage, eine doppelstöckige Parkgarage, Büros und Sanitäranlagen.

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) stimmt zu, dass hier Mittel bereitgestellt werden sollten. Und bereits vor einigen Monaten sprachen sich die Pankower Bezirksverordneten dafür aus, dass sich das Bezirksamt dafür einsetzen soll, dass ein Nutzungskonzept erarbeitet wird und die Räume ausgebaut werden.

Weil sich bislang aber nichts tat und der Senat zuständig ist, initiierten Dennis Buchner (SPD) und Tino Schopf nun einen entsprechenden Antrag im Abgeordnetenhaus. In dem wird der Senat aufgefordert, ein Konzept für die brachliegenden Flächen in der SSE zu entwickeln. In diesem sollen auch die Möglichkeiten der Finanzierung nötiger Ausbaumaßnahmen aufgezeigt werden. Dieser Antrag wird nun zunächst in den Fachausschüssen des Abgeordnetenhauses diskutiert. Weil er aber von den drei Regierungsfraktionen gestellt wurde, ist davon auszugehen, dass er demnächst beschlossen wird.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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